Feb 202016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Bei dem alljährlichen Blogwichteln vom Texttreff.de wurde mir der Blog von Petra A. Bauer zugelost. Sie schreibt über alles zum Garten in ihrem Gartenblog.

Zweifel kamen auf, als ich las, welches Thema ich dieses Jahr gezogen hatte. Als ich anfing mir Gedanken zu machen, was Pflanzen mit Hochsensibilität oder Hochbegabung zu tun hätten, oder welche Gemeinsamkeiten es gäbe, viel mir etwas lustig ein.

Wen interessiert, wie Pflanzen mit hochsensiblen Hochbegabten können oder warum bei bestimmten Menschen die Pflanzen immer eingehen, der folge diesem Link: www.bauerngartenfee.de  🙂

Natürlich könnt ihr auf dem Blog auch verweilen und euch die Beiträge von Petra A. Bauer durchlesen.

Viel Spaß beim Lesen!

Manon García

Jan 092016
 
Petra A. Bauer - Autorin, Bloggerin, Journalistin und GartenFee aus Berlin

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Beim alljährlichen Blogwichteln des weltbesten Frauennetzwerks Texttreff wurde mir erneut Petra A. Bauer zugelost. Dieses Mal hat sie mir einen interessanten (privaten) Beitrag zum Thema Hochbegabung und Hochsensibilität geschrieben. Vielen Dank liebe Petra und allen anderen viel Spaß beim Lesen! 🙂

Button für das Blogwichteln vom Frauen-Netzwerk Texttreff

Für das Texttreff-Blogwichteln 2015 /16 darf ich Manon Garcia im Hochbegabungsblog bewichteln. Vielen Dank!

Hochbegabt oder hochsensibel?

Ich denke, Hochsensibilität kann ich bei mir ausschließen. Bevor ich danach gegoogelt habe, was es eigentlich genau bedeutet hochsensibel zu sein, habe ich gedacht, dass ich schreibe: „Ich habe eher ein Gemüt, wie ein Schaukelpferd!“. Aber es geht ja gar nicht um das „sensibel“, wie wir es kennen, wenn auf dem Schulhof jemanden hinterhergerufen wird: „Du bist ja ne Mimose!“. Offenbar geht es aber tatsächlich um unsere Sinne und darum, dass hochsensible Menschen Reize intensiver wahrnehmen als der Durchschnitt der Bevölkerung . Ich habe sogar einen „Hochsensibel-Test“ gemacht. Manche Dinge treffen zu, aber das liegt dann wohl eher an meinem ADS. Hochsensibel bin ich also schonmal nicht.

Hochbegabt? Ich würde das Wort so uneingeschränkt auf mich nicht anwenden wollen, denn „Hochbegabung“ ist ein starker Begriff, der heutzutage schon beinahe inflationär gebraucht wird. Und trotzdem sprach lange Zeit einiges bei mir dafür hochbegabt zu sein, mit diversen daraus resultierenden Problemen:

„Altklug“

Im Alter von vier Jahren habe ich mir das Lesen beigebracht. Ich habe meine Eltern immer gelöchert, was denn das alles so heißt, auf Verpackungen und Leuchtreklamen. Einzelne Buchstaben habe ich nie gepaukt und meine Eltern haben nur meine Fragen beantwortet und nicht auf irgendwelche Zirkusnummern hingearbeitet. Ich war ihnen sowieso schon viel zu altklug, weil ich nur mit Erwachsenen aufwuchs.

Mit fünf Jahren konnte ich dann schreiben und habe meinem Vater die Artikel aus unserer Tageszeitung vorgelesen. Als die Einschulungsuntersuchung anstand, legte man meinen Eltern ans Herz, mich die Erste Klasse überspringen zu lassen. Diese hatten jedoch die Befürchtung, dass der soziale Aspekt dann kompliziert sein und ich keinen Anschluss finden würde.

Also kam ich in die Erste Klasse – gemeinsam mit 41 anderen Schülern. Ich war von Anfang an die Außenseiterin. Das doofe Einzelkind, das alles besser wusste. Wenn ich mich meldete, sagte meine Lehrerin: „Du musst dich nicht melden. Dass DU das weißt, wissen wir.“

Langeweile pur

Einmal habe ich in einem Diktat alle i-Punkte und Satzzeichen in Sternchen verwandelt, weil ich immer schon ewig fertig war, wenn der Klassenletzte immer noch fragte, wie die drei gerade diktierten Worte nochmal hießen. Ich hatte null Fehler und bekam wegen der Sternchen einen Anschiss, den ich bis heute nicht vergessen habe. Und das, wo unsere Lehrerin ja angeblich so fortschrittlich war. Sie diskutierte mit uns über Atomkraft und den §218 und war ein Fan von Baader-Meinhof. Aber unterforderte Schüler zu fördern – oder wenigstens nicht zu dissen – das bekam sie nicht hin. So habe ich mich unter ihrer „Obhut“ sechs Jahre lang durch das Berliner Grundschulsystem gelangweilt.

Manchmal kam tatsächlich etwas, das ich noch nicht konnte, das habe ich dann aber oft nicht mitbekommen, weil ich mit meinen Gedanken natürlich woanders war. Und da wir nie Hausaufgaben aufbekamen, habe ich nie das Lernen an sich gelernt. Dinge, die mich aus eigeneer Motivation heraus interessierten, sog ich auf, wie ein Schwamm und vergaß sie auch nicht.

Queen of forgotten Homework

Als ich später auf dem Gymnasium auch Dinge lernen sollte, die mich NICHT interessierten (und das waren viele) und Hausaufgaben machen sollte, wurde es schwierig. Ich war die Queen of forgotten homework, und hätte es für jede nicht gemachte Hausaufgabe eine Sechs gegeben, wie das ja leider heute praktiziert wird, wäre ich wohl nicht zum Abitur zugelassen worden. Und das, obwohl ich auch in den ungeliebten Fächern nicht viel tun musste, um eine akzeptable Zensur zu bekommen. Außer in Mathe, aber das durfte ich in der Oberstufe nach zwei Semestern abwählen.

Ich habe mein Abi letztlich mit Lern-Minimalaufwand gemacht (faul bin ich nämlich außerdem) und mich mit einer gemütlichen 2,9 zufriedengegeben. In der Retrospektive würde ich sagen, dass ich Teilleistungsstärken hatte (habe?). Wie gesagt, Hochbegabung ist ein starkes Wort, das ich nicht uneingeschränkt für mich in Anspruch nehmen möchte. Mir fällt es heute noch genauso leicht, Dinge zu lernen, die mich interessieren und ebenso schwer, Dinge zu lernen (oder über Dinge zu schreiben), die ich nicht mag. Anständige Strategien zum Lernen und Arbeiten habe ich bis heute nicht.

Kind 4 – hochbegabt?

Als ich 14 war, wurde ein IQ-Test bei mir durchgeführt, der bei irgendwas über 130 lag. Genaueres haben meine Eltern nicht verraten, weil sie nicht wollten, dass ich irgendwelche Flausen in den Kopf bekam. Dabei hat mich das alles gar nicht sonderlich interessiert. Hochbegabung war gar kein Thema, bis meine Jüngste Tochter ihren Namen in den Lack unseres VW-Busses ritzte, als sie vier Jahre alt war.

Im Kindergarten langweilte die Kleine sich schon lange und niemand interessierte sich dafür, dass sie zu lesen begann. Dass sie schreiben konnte, zeigte sie dort lieber erst gar nicht. Nachdem es früher zwei altersgemischte Gruppen gab, hatte man die beiden Gruppen irgendwann nach Alter sortiert und sie war bei den „Babys“ gelandet, wo sie im Prinzip gar nichts durfte.

Nicht überall wo „Hochbegabtenförderung“ draufsteht, ist auch Hochbegabtenförderung drin

Nachdem Gespräche mit den Erziehern ins Leere liefen, kam sie aus der Kita mit viereinhalb Jahren in die Vorschule, wo sie aufblühte. Mit fünfeinhalb Jahren wurde sie eingeschult – blöderweise in eine Schule, die sich Hochbegabtenförderung auf die Fahne geschrieben hatte.

Was eigentlich gut sein sollte, verkehrte sich nämlich ins Gegenteil: Binnendifferenzierung blieb eine Worthülse und zusätzlich war sie in eine Klasse mit Schülern gekommen, die teilweise einen IQ von über 140 hatten. Darunter war ein Mathegenie, dass sie immer damit aufzog, dass sie Mathe eben überhaupt nicht konnte (und bis heute nicht kann). Ganz schnell war sie durch diese Rädelsführerschaft „die Doofe“ in der Klasse und trug die rote Laterne mit sich herum. Die Lehrerin, die sich mehr Sorgen darüber machte, wenn unsere Tochter mal wieder ihre Buntstifte vergessen hatte, als dass sie andere Aufgaben bekommen hätte, wenn sie im Deutschunterricht vor allen anderen fertig war, hat ein übriges dazu beigetragen, dass die Kleine immer frustrierter und lernunwilliger wurde. Das änderte sich endlich, als die ganzen „Cracks“ nach der Vierten Klasse auf die Schnelläufergymnasien wechselten. Die paar Kinder, die noch in der Klasse verblieben, wurden auf andere Klassen aufgeteilt. In ihrer neuen Klasse gehörte sie zu den Besten und fand ihr Selbstvertrauen wieder.

Brauchen wir Schubladen? Nein, aber Verständnis.

Auch im Fall unserer Tochter tippe ich eher auf eine Teilleistungsstärke oder einen altersbedingten Leistungsvorsprung als auf Hochbegabung, obwohl ich lange Mitglied in einer Mailingliste von Müttern hochbegabter Kinder war. Diese Grenze zu ziehen ist schwierig, und Zahlen der IQ-Tests hängen auch von vielen Faktoren ab. Meine Tochter ist kein sogenanntes Wunderkind, ebensowenig wie ich eines war.

Ich denke, für Otto Normalverbraucher sind hochbegabte Kinder weiterhin die, die schon mit drei Jahren ihre erste Oper komponieren, hundertstellige Zahlenkolonnen binnen Sekunden im Kopf mutliplizieren und nebenbei noch Jugendschachweltmeister sind. Ach, und sportliche Höchstleistungen erbringen sie außerdem, jedenfalls denken viele das so. Möglicherweise benötigen wir bei der Schubladisierung überdurchschnittlich intelligenter Kinder andere Begrifflichkeiten. Oder wir lassen die Schubladen weg und versuchen zu erkennen, dass es ebenso eine Bürde sein kann zu viel zu wissen, als wenn man zu wenig in seinen Kopf hineinbekommt.

Gerade Eltern, Erzieher und Lehrer sind hier gefragt, denn wie hilflos und ausgeschlossen man sich fühlt, wenn es heißt „Dass DU das kannst, wissen wir“ oder wenn immer auf den durchaus vorhandenen Defiziten (wie überdurchschnittliche Schusseligkeit) herumgehackt wird, das haben meine Tochter und ich erlebt. Es tut nicht Not, immer und immer wieder auszuprobieren, wie viel eine Kinderseele aushält.

Petra A. Bauer - Autorin, Bloggerin, Journalistin und GartenFee aus Berlin

Petra A. Bauer – Autorin, Bloggerin, Journalistin und GartenFee aus Berlin

Petra A. Bauer, 2016

 

http://www.autorenblog.writingwoman.de

 

http://www.mama-im-job.de

 

http://www.bauerngartenfee.de

 

http://www.unsportlich-na-und.de

Dez 122014
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Heute mal etwas ganz anderes. In unserem Netzwerk texttreff wird alljährlich ein Blogwichteln ausgelost. Das tt-Blogwichteln. Mir wurde das elefant2-Blog zugelost. Interessanterweise fand ich sogar arabische Spuren, sodass ich auf zum Thema Interkulturelles eindeutig was zum Schreiben hatte.

Aber lest selbst! 😀

Eine deutsch-spanische Familiengeschichte mit arabischen Spuren

Könnt ihr ähnliches vorweisen?

Eure,

Manon García

 

 

Dez 022012
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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4. Auflage ist seit dem 24.11.2012 erhältlich.

Endlich ist es soweit. In der 4. Auflage wurde vielen Rückmeldungen Rechnung getragen, die mit dem Hund-Katze-Vergleich in dem Buch nicht zurecht kamen. Das Vorwort wurde geändert, sowie die Vergleiche aus dem Buch entfernt. Nun beschäftigt sich das Buch ausschließlich um Menschen.

Das Buch ist ab sofort im Online-Buchhandel (Amazon, libri, iBooks, iTunes, etc.) genauso erhältlich wie in dem Buchhandel.

Das eBook wurde ebenfalls überarbeitet und wird ab Mitte Dezember 2012 wieder erhältlich sein. Hier kann ich verkünden, dass das eBook 5 Euro weniger kosten wird. Der Preis liegt nun bei 9,99 Euro. Was mich sehr freut.

Ich wünsche euch weiterhin so viel Spaß beim Lesen des Ratgebers wie zuletzt! Über Rückmeldungen oder Rezensionen bin ich sehr dankbar.

Apr 022012
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Berliner Frauenpreis 2012 für Sharon Adler

Sharon Adler wurde im März in Berlin mit dem Frauenpreis 2012 ausgezeichnet. Sie ist eine sehr toughe und erfolgreiche Geschäftsfrau, die Dinge beim Namen nennt und unerbittlich für die Frauen kämpft. Ihr Einsatz ist famos und wurde zurecht mit dem Frauenpreis geehrt. Die Laudation und die weiteren Danksagungen, die Sharon Adler an diesem Abend hörte, waren atemberaubend und zeigten, was für eine tolle Frau sie ist.

Rezensionen von „Hochbegabung bei Erwachsenen“ auf aviva-berlin.de

Sharon Adler hat für Ihre Aktivitäten die Webseite aviva-berlin.de erstellt. Dort kämpft sie für die Rechte der Frauen. Aber es ist auch eine Plattform, auf der sie Frauen informiert und unterhält. Eine Kategorie sind die Rezensionen von Büchern, die von Frauen, für Frauen oder über Frauen sind.

Mit Freude vernahm ich, dass Sharon Adler meinen Ratgeber „Hochbegabung bei Erwachsenen“ rezensiert. Am 30.03.2012 war es nun soweit und die Rezension von Hochbegabung bei Erwachsenen ist online.

Ich danke Sharon Adler und dem aviva-berlin.de Team für diese Rezension.

Link zur Rezension von Sharon Adler und ihrem Team

http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Buecher_Sachbuch.php?id=141061

Jan 122012
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Der Ratgeber „Hochbegabung bei Erwachsenen“ liegt seit dem 02.12.2012 in der 3. Auflage vor.

Es gibt noch Restexemplare der 2. Auflage zu einem Preis von 10 Euro (zzgl. Porto). Bei Interesse bitte eine Mail an blog@manongarcia.de mit dem Betreff: Restexemplar Bestellung 2. Auflage. Bitte gebt eure Adresse und die gewünschte Stückzahl an.

In Deutschland entstehen Portokosten in Höhe von 1.45 Euro. Für andere Länder bitte vorab die Portokosten erfragen.

 

Jul 062011
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Vor lauter, lauter, habe ich glatt vergessen mitzuteilen, dass es das eBook bei allen großen eBook-Portalen zu kaufen bzw. downloaden gibt.

Somit steht das eBook für Apple und Microsoft Nutzer zur Verfügung.

Über das Kindle-App kann das eBook von Amazon auch ohne Kindle gelesen werden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Manon Garcia

Jun 202011
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Die 2. Auflage des Ratgebers

„Sind Sie noch Katze oder schon Hund? Hochbegabung nach dem Testergebnis“

ist erschienen und wird mittlerweile bei fast allen Onlinebuchhandlungen entsprechend deklariert. Auch das neue Buchcover ist zu sehen. Geändert hat sich neben dem Buchcover, dem Text auch der Preis. Die 2. Auflage kostet nur noch 18.80 statt 19.95 € und das eBook nur noch 14.99 statt 15.99 €.

Die Restexemplare der 1. Auflage verkaufe ich zum Sonderpreis von 10 Euro. Wer Interesse hat, der melde sich bitte bei mir. Ich verschicke das Buch per Büchersendung ohne zusätzliche Porto- oder Versandkosten.

Wer zuerst kommt, bekommt das Buch. Das Angebot gilt bis zum letzten Buch der 1. Auflage. 🙂

Dez 202010
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Wieder wurde eine Rezension bei amazon eingestellt. Ich bin sehr zufrieden, zeigt mir doch, dass neun Rezensionen in zwei Monaten auf reges Interesse der Leser schließen lässt. Es freut mich, dass das Buch zum Nachdenken anregt und hilft, wenn man sich verändern möchte.

Sollte es weitere Rückmeldungen geben oder Rezensionen dann nur her damit. Ich freue mich über jedes Feedback.

Nov 092010
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Buchbesprechung von Hagen Seibt – Leiter des Arbeitskreises Hochbegabte/Potenziale im BDP e. V.

„Ein nicht erkannter Hochbegabter fühlt sich ähnlich wie ein Hund, der als Katze aufwächst“, so die Autorin, die selbst erst mit 38 Jahren von ihrer Hochbegabung erfuhr,über (zu) spät erkannte Hochbegabte. Sie beschreibt ihre eigenen Reaktionen auf das Testergebnis als ein Chaos von Überraschung, Euphorie, Aggression und Trauer. „Ich lebte Jahrzehnte ein falsches Leben“ und auch jetzt, nach dem Testergebnis,fehlt mir „eine Bedienungsanleitung für das Leben“. Aber sie kämpft sich mühsam vorwärts, nach dieser Stunde Null.Sie nimmt Hilfe in Anspruch. Sie gräbt verschüttete Kindheitsträume wieder aus. Sie erkennt, dass sie lernen muss zu lernen. Sie muss auch den Unterschied zwischen frustrierenden Über-/Unterforderungen und beglückenden Herausforderungen erst lernen.

Ein Teil ihres Selbsthilfeprogramms: Sie macht sich umfassend schlau, sie liest alles, was ihr zum Themenkomplex Hochbegabung–Motivation–Leistung in die Finger kommt. Und dieses geballte Wissen schreibt sie – neben ihrer eigenen Geschichte – in diesem Buch nieder, nicht als quasi-wissenschaftliche Abhandlung, sondern als Botschaft: damit andere hochbegabte Erwachsene „sich ernst nehmen“ und zu „innerer Stärke“ gelangen können.

Die Autorin beschreibt nicht nur, sie analysiert, hinterfragt, begründet, wertet, nimmt Stellung – immer aus dem Blickwinkel einer Betroffenen. Dabei kommen auch Themen zur Sprache, die man nicht so ohne weiteres im Zusammenhang mit Hochbegabung erwartet: „Wie kann unser Hund unter Katzen authentisch leben?“ „Können Hochbegabte einen gesunden Narzissmus entwickeln?“

Vor allem aber appelliert sie an den Mut und die Ressourcen spät entdeckter Hochbegabter, nicht in gelernter Hilflosigkeit zu versinken, sondern gezielt aktiv zu werden. Sie beschreibt ihre eigenen Strategien und Fehlschläge, sie macht Vorschläge, warnt, gibt Ratschläge: „Sollten Sie zu den gefühlten Minderleistern gehören, probieren Sie Folgendes…“; „Stellen Sie sich die Frage…“; „Überlegen Sie…“; „Machen Sie sich bewusst, was Sie möchten, fühlen, denken“.

Fazit des sehr engagierten, sehr persönlichen Buches: Es gibt nur gut zwei Prozent Hochbegabte, deshalb kann die gesellschaftliche Norm, also das, was man tut/denkt/fühlt, nicht passen. So ist es und es ist nicht zu ändern. Finde also deinen eigenen Weg!

Wer selbst hochbegabt ist oder meint es zu sein, sollte dieses Buch unbedingt lesen.Und wer zudem bereit ist für Sendungsbewusstsein und Ratschläge, für den stellt das Buch zweifellos eine Bereicherung dar – und sei es, um in der Auseinandersetzung seinen eigenen Wert und Weg abzusichern.

Buchbesprechung von Hagen Seibt [Leiter des Arbeitskreises Hochbegabte/Potenziale im BDP e.V.]

 

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