Sep 142016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Was machen Menschen, die sich mit anderen Menschen nicht wohl fühlen, diese meiden, aber mit dem Alleinsein nicht klarkommen? Was ist, wenn diese Menschen jemanden zum Sprechen brauchen, aber keinen finden oder die Nähe nicht aushalten? Wie können diese Menschen sich selbst helfen?

Was ist, wenn das Anderssein ein Nichtverstehen nach sich zieht?

Menschen, die anders sind, werden mitunter nicht verstanden oder verstehen die anderen nicht. Hierbei ist es egal, ob jemand über Relativitätstheorie, Empfindungen, Ängste, Wahrnehmungen oder Gedankenspiele spricht. Wenn also über etwas gesprochen wird, das von anderen nicht verstanden wird. Was passiert, wenn ein Gesprächspartner nicht folgen kann oder will? Meist wird das Thema oder die Problematik abgetan, vom Tisch gewischt. Am besten mit einer negativen Zuweisung wie „Du immer mit …“.

Was bleibt nach so einem Gespräch?

Das Wissen, dass wieder kein Verständnis, keine Möglichkeit sich auszutauschen vorlag und wieder das Gefühl nicht richtig zu sein oder so anderes zu sein, dass adäquate Gesprächspartner fehlen, raubt das Selbstbewusstsein oder macht krank. Das Gefühl, dass es besser ist allein zu sein, ohne die zermürbende Gewissheit, dass es kaum/keine Personen gibt, mit denen man sich wohlfühlen, macht traurig. Oder die schmerzhafte Erfahrung, dass wieder eine Hoffnung zerplatzte, vergrößert die Angst vorm nächsten Versuch.

Was machen mit den Fragen, die einen umtreiben?

Gerade, wenn man anders ist, besteht oftmals der Wunsch nach Einordnung, nach dem Verständnis sich selbst gegenüber, aber auch, sein Umfeld zu verstehen. Es bleibt die Suche nach einer Überschneidung, nach Menschen, die ähnlich sind und ticken, nach tiefgehenden Gesprächen, nach einem Zuhörer, der die Probleme nicht vom Tisch wischt. Nur, weil man anders ist, heißt es ja nicht, dass man keine Menschen braucht. Genau das Gegenteil ist der Fall! Natürlich kann man sich mit dem Sachverhalt abfinden: Ich bin halt anders und deshalb für immer alleine. Aber trotzdem bleibt der menschliche Wunsch bestehen, dass es wenigstens einen Menschen gibt, der einen versteht und mit dem man sich austauschen kann. Auch, und gerade, wenn man sich selbst nicht versteht.

Was bleibt übrig, wenn man nicht ins System passt?

Wer nicht verstanden wird, bekommt dieses von seinen Mitmenschen leider viel zu oft auf negative Weise gespiegelt mit Zuschreibungen, wie „du bist nicht normal“, Anweisungen „reiß dich mal zusammen“ oder „hör endlich auf“. Das kann dazu führen, dass man sich anpasst, und funktioniert, oder aber, man zieht sich zurück. Wobei auch beides sein kann. Manche Menschen passen sich über die Gebühr an und funktionieren dermaßen perfekt, dass sie sich selbst verlieren und irgendwann entscheiden, lieber die Einsamkeit zu wählen. Andere, sind erst einsam und halten diesen Zustand nicht mehr aus, weil er auf Dauer krank macht, und passen sich dann an und funktionieren.

Welcher Weg bleibt, wenn der zur Gesellschaft versperrt ist?

Die Einsamkeit ist also eine (scheinbare) Lösung. Man ist nicht mehr mit Menschen zusammen, die Handlungen oder Äußerungen falsch interpretieren, weil sie sie nicht verstehen. Hinterm Rücken wird nicht mehr ganz so schlimm gelästert, weil man durch den Rückzug nicht mehr so viel Angriffsfläche bietet. Aber, wenn die Einsamkeit nur aus der Notwendigkeit gewählt wurde, weil das Zusammensein mit Menschen noch schlimmer ist, dann ist es eine kaputt machende, traurige Einsamkeit.

Was machen, wenn man die Einsamkeit nicht aushält?

Ein Mensch, der unfreiwillig die Einsamkeit wählt, ist naturgemäß nicht (immer) glücklich. Die Not, nicht anders zu können, frisst einem langsam von innen auf, macht alles kaputt, was lächeln möchte. Es bleibt eine Leere und Traurigkeit, der man immer öfter nicht gewachsen scheint.

Welcher Weg führt heraus aus der Einsamkeit?

Als Erstes ist es wichtig, dass man sich in seiner Einsamkeit so gut wie möglich einrichtet und sich nicht selbst richtet. Sondern sich selbst anzunehmen, wie man ist. Möchte man bestimmte Dinge machen, „die man nicht macht“, dann sollte man auf sich hören und kein (!) schlechtes Gewissen haben. Schauen, was einem hilft, was einem Freude bereitet und dieses dann umsetzen. Warum auch nicht? Geht es im Leben nicht darum, dass wir uns eine Freude bereiten und schauen, dass es uns gut geht?

Als Zweites ist es wichtig, die Hoffnung nicht aufzugeben! Es gibt Menschen, die einen verstehen, egal, wie viele Eigenheiten dagegen sprechen. Es gibt sie. Es gibt Menschen, mit denen ein Austausch möglich ist. Hierfür ist es mitunter notwendig, dass man anderen sagt, wie es einem geht, sich öffnet, auch wenn die Gefahr besteht, dass eine zusätzliche Wunde gerissen wird, wenn man nicht verstanden wird. Aber alte Verletzungen sollten einen nicht daran hindern sein Glück zu finden, Menschen zu finden, mit denen man sich austauschen kann und vor allem, die einen verstehen. Diese gibt es und es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Immer und immer wieder!

Fazit:

Ein geordneter Rückzug kann unter Umständen wichtig und notwendig sein. In diesem sollten Sie versuchen sich selbst kennenzulernen und herauszufinden, was sie für sich und was, für andere tun. Bauen Sie sich von innen auf, stärken Sie sich. Wenn nicht Sie, wer dann? Und suchen Sie weiter nach dem Menschen / den Menschen, die Sie verstehen und die für Sie da sind. Es gibt sie. Geben Sie die Hoffnung niemals auf!

In diesem Sinne, eure

Manon García

Aug 282016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Menschen schließen von sich auf andere

Menschen erklären sich ihre Welt, indem sie Verhaltensweisen und Äußerungen interpretieren und von sich auf andere schließen. Sieht eine Person A ein Verhalten oder hört eine Äußerung, überlegt sie, was sie selbst mit dieser hätte bezwecken oder sagen wollen. Im Folgenden wird der Personen B dieselbe Absicht „unterstellt“. Es wird darüber oftmals nicht gesprochen, sondern aufgrund dieser Annahme erfolgt die weitere Kommunikation. Aber, was ist, wenn die Interpretation nicht stimmte? Vielleicht sogar das Gegenteil gemeint war?

Im Beitrag Gedankenspiralen nutzen (1) schrieb ich, wie man sein Gedankenkarussell auflösen kann.

Was nicht funktioniert, wenn Menschen anders sind

Ich gehe jetzt mal von mir aus. Ich bin anders, in so gut wie allen Punkten, sodass Interpretationen bei mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch sind. Das Problem dabei ist, dass man selten davon erfährt. Die Interpretationen, die Annahmen geschehen gedanklich, ohne dass darüber gesprochen wird. Ich erfahre, wenn überhaupt, erst sehr spät von diesen falschen Annahmen.

Interpretationen fließen ungesagt ein

Manchmal, wenn ich Glück habe, dann werden die Interpretationen ausgesprochen. „Du denkst jetzt sicher, dass …“, „Du bist da ja anderer Meinung“. Oftmals stutzte ich dann, weil diese Annahme so selbstverständlich in ein Gespräch eingebaut wird, und auch nicht Gegenstand des Gespräches war. Es war lediglich eine Nebeninformation, die laut ausgesprochen wurde, um dann auf das Eigentliche zu sprechen zu kommen. Hake ich dann nach, weil ich mit der Annahme nicht einverstanden bin, versteht mein Gegenüber meist nicht, was ich sagen möchte, weil sie gedanklich bei dem anderen Punkt ist und die getroffene Annahme über mich nicht zur Diskussion stand.

Falsche Annahmen sind schwer aus der Welt zu schaffen

Spreche ich das dann an, möchten meine Gesprächspartner auch gar nicht länger darüber sprechen, geht es doch um was ganz anderes. Aber, weil die Interpretation mir galt, und ich weiß, dass diese falsch war, weiß ich natürlich auch, dass damit das ganze Gespräch auf einer falschen Grundannahme beruht.

Nun ist es ja kein Problem darauf zu beharren, dass die Annahme falsch war. Entsprechend könnte man sich ein neues Gesprächsthema suchen, weil ja dieses aufgrund der falschen Grundannahme keine Gültigkeit mehr hat. Was aber, wenn die falsche Interpretation aber nicht einfach aus der Welt geschafft werden kann, weil damit weitere falsche Interpretationen zu Tage treten? Wenn dann mit „Wieso, du machst doch X, weil …“ versucht wird die erste falsche Annahme zu begründen, fällt auf, dass man auch jede weitere entkräften muss. Man entdeckt dann, dass das gesamte Denken unter Umständen auf diesen Annahmen beruht, die nicht zutreffen. Zumindest nicht bei mir. Was macht man dann?

Problem bei falschen Interpretationen

Wie geht ein Mensch, der anders ist, mit diesen falschen Interpretationen um? Wie kann dieser Mensch sich in einer Gruppe bewegen, wenn doch vieles falsch verstanden wird? Und es selbst zu Komplikationen führt, wenn man versucht die falschen Annahmen zu entkräften?

Das Problem beim Entkräften der falschen Annahmen, ist ja, dass die Person sich an diesen festhält. Sie stellen eine Art Gerüst und Sicherheit dar, genauso wie das Denken in Kategorien. Versuche ich also die vielen falschen Annahmen zu entkräften, raube ich diesem Menschen seine Sicherheit und seinen Glauben an die Welt. Die Annahmen werden so selbstverständlich angenommen, weil das für viele Menschen das Selbstverständnis des Lebens bedeutet. Das „Problem“ sind Menschen, die anders sind und nicht in dieses System passen.

Entkräftung und Klarstellung sind schwierig

In kleinen Gruppen versuche ich immer wieder auf falsche Annahmen hinzuweisen, wenn ich davon Kenntnis erhalte. Aber selbst dazu habe ich nicht immer Lust oder Kraft. Weil die Gespräche sofort kompliziert und komplex werden oder weil auch mein Gegenüber einfach etwas sagen wollte, ohne groß in die Tiefe zu gehen. Aber das müsste man, wenn wir die Annahmen korrigieren möchten.

Umgang mit falschen Annahmen

Was bleibt mir also? Wie kann ich mich verhalten? Anfangs störten mich diese falschen Annahmen und ich glaubte, ich müsste sagen, wie es wirklich ist. Mittlerweile suche ich mir Menschen, die nicht automatisch von sich auf andere schließen, oder ich lasse diese Annahmen mitunter stehen. Es betrifft mich nicht persönlich. Es ist eine Annahme, die jemand über mich hat, die nicht stimmt. Punkt.

Meine Strategie

Schaffe ich es, so zu denken, komme ich in den Runden mit diesen Menschen besser klar. Ich lasse es an mir abperlen. Ich kann nur für mich sorgen und schauen, dass es mir unter den Umständen so gut wie möglich geht. Auch, versuche ich die Gespräche auf andere Themen zu lenken, bei denen weniger falsche Annahmen zu Grunde liegen. Und ich treffe mich häufiger mit Menschen, bei denen die Unterhaltung für mich angenehmer ist. So finde ich meinen Frieden in einer Welt, in der die anderen Menschen anders sind, als ich.

Hier geht es zum Beitrag Gedankenkarussell nutzen (1).

Eure,

Manon García

Hier geht es zu meinem YouTube Kanal mit Videos zu den Themen Hochbegabung und Hochsensibilität.

 

Aug 132016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Menschen spiegeln einander

Menschen spiegeln sich im Kontakt. Was bedeutet, dass Gefühle, die ich anderen zuordne, gar nicht zu den anderen Personen gehören müssen. Es können auch meine ausgesendeten Signale sein, die ich dann durch das Spiegeln erst wahrnehme. Es ist also möglich, dass ich, wenn ich mich über andere aufrege, ich mich eigentlich über mich selbst ärgere. Fühle ich Traurigkeit bei jemanden, kann es sein, dass ich selber traurig bin. Möchte ich anderen helfen, kann es sein, dass ich selber Hilfe wünsche. Das bedarf allerdings Menschen, die ausgesendete Signale spiegeln.

Spiegelung fehlt

Aber was passiert, wenn ein Gegenüber nicht spiegeln kann, weil dieser Mensch keine Grenzen hat, sondern alles was dieser Mensch spürt in sich aufsaugt? Dieser Mensch gibt also die ausgesendeten Signale nicht an den Sender zurück, sondern versucht die aufgesogenen Signale für die andere Person zu verarbeiten.

Mit anderen Worten. Ich habe beispielsweise ein Problem und brauche Hilfe. Ich weiß aber nichts davon, sende nun unbewusst meine Signale aus, aber anstatt, dass mein Gegenüber diese spiegelt, und ich mein Problem lösen kann, versucht diese Person meine Probleme für mich zu lösen. Das hört sich im ersten Moment gut an. So muss ich nicht selbst für die Lösung sorgen. Aber ist das in meinem Sinne?

Grenzüberschreitendes Verhalten

Nein! Zum einen, würde ich gern wissen, warum man mir ein Hilfsangebot macht, zum anderen, möchte ich selbst entscheiden, wie ich mit meinem Problem umgehen möchte. Ich möchte als Erwachsene, nicht wie ein Kind behandelt werden, dem man alles abnimmt. Ich bin für mich selbst verantwortlich und möchte das auch sein!

Zudem ist es für Menschen schwierig sich einzuordnen, wenn die Informationen des Spiegelns fehlen. Was machen die Menschen, die plötzlich Signale aussenden, aber keine Antworten erhalten? Aber stattdessen hagelt es Hilfsangebote oder Änderungsvorschläge. Sie bekommen ein falsches Selbstbild. Glauben vielleicht, wenn so viel Hilfe angeboten wird, dass man schwach und hilflos ist.

Gefahr des Ungleichgewichts

Ein Mensch muss sehr stark sein, um zu wissen, wo man steht, wenn die Spiegelung von außen fehlt. Immerhin gehört zu einer Selbsterkenntnis die Selbstwahrnehmung des eigenen Erlebens und die Wahrnehmung durch die Spiegelung von außen. Das zusammen ergibt ein Mix, welches einem verdeutlicht, wo man steht. Fehlt eines, gerät das System ins Wanken.

Auch fehlt, dass man selbst die Chance hat, auf die zurückgesendeten Signale zu reagieren. Es fehlt die Rückspiegelung der ausgesendeten Signale, also fehlt auch, was einem im Inneren beschäftigt. Alles, was nun für die eigene Entwicklung getan wird, ist nun auf einer fehlerhaften Basis entstanden.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich

Denken Sie also immer daran, dass Sie andere Menschen aus ihrem Gleichgewicht bringen können, wenn Sie glauben, die Verantwortung für jemanden übernehmen zu müssen. Bleiben Sie bei sich und schauen Sie, sollten Sie so ein Verhalten an den Tag legen, warum Sie (ungefragt) für andere die Verantwortung übernehmen. Ist es gar ein Hilfeschrei Ihres Inneren, weil es einfordert, dass Sie die Verantwortung lieber für sich übernehmen sollten?

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Tag!

Eure,

Manon García

 

 

 

Mrz 042016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Der Blick zu sich ist der schwerste

Wer mit sich unzufrieden ist und etwas ändern möchte, der sollte lernen den Blick zu sich zu wenden. Aber gerade das ist so verdammt schwierig und wird oftmals mit Händen und Füßen verhindert.

Wie oft höre ich, ich würde so gern was ändern, aber ich weiß nicht was oder wie. Wenn dann gesagt wird, man müsste zu sich schauen, heißt es, klar, aber da habe ich nichts gefunden. Oder, es wird alles entschuldigt und erklärt. Damit meinen sie, das Zu-sich-Schauen abgeschlossen zu haben. Beharrt man darauf, dass der andere zu sich schauen sollte, wird von Selbstgeißelung gesprochen oder blockiert. Oftmals mit dem Zusatz, wer mal zu sich schauen sollte oder wer richtige Probleme hätte.

Gegenangriff, als Verteidigung

Das Schwierigste an dem Weg zu sich ist die Angst vor sich selbst. Was wird entdeckt, wenn bei sich genauer geschaut wird? Außerdem wird meist alles als persönlicher Angriff gewertet. Die Reaktion ist häufig ein Gegenangriff. „Schau lieber erstmal zu dir, bevor du hier solche Andeutungen machst.“ Dabei wird vergessen, dass der Ursprung dieses Gespräches die eigene Unzufriedenheit war.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Es erfordert Mut und Kraft, sich seiner Angst zu stellen, mit offenen Augen das anzuschauen, was ein Leben lang bis dato verdrängt oder ausgeblendet wurde. Dabei ist das Ergebnis das Schönste, was einem passieren kann. Eine Selbstakzeptanz, die übergeht in Selbstliebe.

Was hilft auf dem Weg zu sich?

Folgende Punkte helfen:

  1. Reflektieren, wenn Sie sich erregen oder ereifern
  2. Alle körperlichen Symptome nachschlagen und die Erklärungen bearbeiten
  3. Träume merken und deuten
  4. Schriftlich mit sich kommunizieren, wenn es Gedankenkreisel gibt

Reflexion bei emotionaler Reaktion

Zum ersten Punkt. Emotionale Reaktionen nutzen, um herauszufinden, was von der Schmuddelecke abgeholt werden möchte. Schauen Sie, warum Sie sich über eine Aussage aufregen und was das mit Ihnen zu tun hat. Hierbei schauen Sie natürlich nicht (!) zu der Person, weshalb Sie sich aufregten, sondern zu sich. Geben sie nicht auf, nur weil nicht sofort ein Ergebnis auf dem Tisch liegt. Bleiben Sie dran, es lohnt sich!

Ihre Grenzen werden übergangen

Wenn sie sich beispielsweise aufregen, weil jemand ihre Grenzen nicht beachtete, dann schauen sie, wie sie der Person Einhalt gebieten können. Wie sie Ihre Grenzen höher oder stabiler bauen können. Seien sie froh über die Person, die ihre Grenzen übertrat. Denn nur so sehen Sie, woran es noch zu arbeiten gilt. Wenn jemand über ihre Grenzen hinweg ging, hatten Sie sie nicht deutlich genug aufgestellt. Natürlich kann man dann sauer auf den anderen sein, weil der die Grenze missachtete. Aber das ist der falsche Blick. Denn ihre Grenze konnten übertreten werden, weil Sie nicht in der Lage waren diese zu kommunizieren oder auf deren Einhaltung zu pochen. Kann es sein, dass sie ein Problem haben Ihre Grenzen zu benennen oder einzufordern? Sie deshalb diese nur halbherzig flüsterten? Oder mal einfordern und mal nicht? Kann es sein, dass die Grenze für andere gar nicht sichtbar war? Ist es also wirklich richtig, wenn Sie sich über die andere Person aufregen? Oder wäre es nicht angebrachter dieses Ereignis zu nutzen, um an sich zu arbeiten? Grenzen zu setzen und einzufordern? Ganz sicher sogar!

In den nächsten Beiträgen schreibe ich über die anderen Punkte. Bis dahin freue ich mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Eure,

Manon García

 

 

Feb 292016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Erwartungen als gesellschaftliches Muss

Ich ging lange Zeit davon aus, dass das Leben aus Erwartungen besteht, die man hat und, die erfüllt werden. Ich dachte, wenn ich mich an diese Regel halte, dann hält sich auch jeder andere daran. Dementsprechend bin ich in meinem Leben allen Erwartungen hinterher gehechelt, dachte ich doch, wie in der Schule beim Bienchen sammeln, dass es Fleißpunkte gäbe.

In den letzten Jahren, in denen ich so einiges in meinem Leben auf den Kopf stellte und feststellen musste, dass so vieles nicht am richtigen Platz lag, schaute ich mir auch die Erwartungen und die Erwartungshaltung unserer Gesellschaft an.

Kreislauf von Erwartungen

Wer etwas erwartete, ging davon aus, dass diese Erwartung erfüllt würde. Wurde die Erwartung erfüllt, gab es keine große Freude oder kein großes Fest, denn es wurde ja erwartet, war also nichts Besonderes. Wurden die Erwartungen nicht erfüllt, gab es eine große Enttäuschung. In diesem Moment der Verwunderung oder des Ärgers wurde nicht zu einem selbst geschaut, ob die Erwartungshaltung hinterfragt werden sollte, nein, zum Gegenüber. Wie konnte die andere Person sich erdreisten die eigenen Erwartungen nicht zu erfüllen? Mit der Person konnte etwas nicht stimmen. Dementsprechend fiel das Urteil aus. Der Interaktionspartner hatte sich keine Mühe gegeben, man selbst oder die Sache war nicht wichtig genug.

Folgen von Erwartungshaltungen

Im Grunde genommen gibt es bei Erwartungen nur Verlierer.
  • Die Person, die die Erwartungen nicht erfüllt, bekommt eine negative, mitunter gefrustete oder wütende, Reaktion.
  • Die Person, die die Erwartungen erfüllt, bekommt keine Reaktion, da man lediglich erfüllt, was erwartet wird.
  • Und die Person, die erwartet, kann sich über eine erfüllte Erwartung nicht freuen, denn das erwartete sie ja. Diente es lediglich als Grundlage, um sich nicht zu ärgern, war aber kein Grund sich zu freuen.
  • Und die Person, die erwartet, ärgert und fühlt sich angegriffen, wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden.

 

Abhilfe für ein besseres Leben

Ich frage mich, wieso es diese Erwartungen gibt, wenn es keine Sieger gibt. Wozu dann das Ganze? Was kann eine Abhilfe sein, um das Leben mehr zu genießen, sich mehr an Dingen zu erfreuen und sich weniger zu ärgern?

Keine Erwartungen

Wer keine Erwartungen hat wird mit jeder Aktion des Interaktionspartners beschenkt, überrascht und erfreut. Es kann sich auch über Dinge gefreut werden, die vom Gegenüber ausgehen und die man nie und nimmer erwartet hätte. Denn der Nachteil bei der Erwartung ist, dass eine Richtung vorgegeben wird und die Scheuklappen verhindern die Sicht nach links und rechts. Abseits des Weges der Erwartungen. So wird bei der Erwartungshaltung vieles übersehen, was einen erfreut und beschenkt hätte. Man aber wegen der Fokussierung auf die Erwartungserfüllung nicht sieht.

Nichts erwarten

Wird aber nun nichts erwartet, wird keine Richtung, Höhe oder Weite vorgeben. Das bedeutet, dass die Person aus sich heraus etwas leisten, geben, schenken oder bieten kann. Und es gibt nur Gewinner. Keiner wird unnötig unter Druck gesetzt und keine unnötigen Hürden versperren den Blick auf das Wesentliche.

Mehr Freude durch weniger Erwartungen

Die Abschaffung der Erwartungshaltung lässt uns das Hier und Jetzt genießen, man kann sich wieder über Kleinigkeiten freuen. Das was einem angeboten wird, wird aus freien Stücken erbracht, und nicht, weil es sonst Ärger geben würde. Es wird erbracht, weil es Freude macht. Und jeder kann sich über die Leistungen, Handlungen oder dem Verhalten freuen.

Rebellion zum selbstbestimmten Leben

Der Zwang eine Norm erfüllen zu müssen entfällt und es wird ein rebellischer Schritt zum selbstbestimmten Leben gegangen. Einem Leben, was einem selbst entspricht und nicht einer Norm hinterher hechelt. Interessanterweise gibt es im Spanischen nur ein Wort für Erwartung und Illusion = ilusion. Und damit liegen sie richtig, es ist eine Illusion, wenn geglaubt wird, dass Erwartungen das Leben bereichern oder notwendig seien. Erwartungen sind Fesseln und Folterinstrumente, mit denen es keine positiven, aber viele negative Erlebnisse gibt. Probieren Sie es einfach aus. Sie werden staunen!

 

In diesem Sinne, zurück zum Spaß am Leben, in dem jeder seinen Weg beschreitet!

 

Eure,

 

Manon García

 

 

Sep 162014
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Selbstbewusstsein

Woran erkennt man Menschen mit Selbstbewusstsein? Und wie kann eine Selbstbewusstsein-Fassade von einem wahren Selbstbewusstsein unterschieden werden? Gibt es Anzeichen für Selbstbewusstsein? Und wenn ja, welche? Oder erkennt man eher die Zeichen, wann jemand kein Selbstbewusstsein hat?

Sich selbst bewusst sein

Was bedeutet Selbstbewusstsein? Eine Person ist sich selbst bewusst, weiß, was sie im Stande ist zu leisten, was sie kann und was nicht. Sie weiß, welche Leistungen sie erbringen kann und kennt ihre Grenzen. Ebenso weiß sie, was sie wert ist. Durch dieses Bewusstsein tritt diese Person selbstsicher auf. Denn das Wissen und das Bewusstsein in die eigenen Fähigkeiten gibt Sicherheit und Vertrauen.

Selbstbewusstseins-Fassade

Ich kenne Menschen, die zeigen nach außen genau diese Facetten, sodass ich meinen könnte, dass diese Personen selbstbewusst sind. Aber es bleiben Zweifel, weil in verschiedenen Handlungen oder Reaktionen ein selbstbewusster Mensch souveräner und entspannter reagiert hätte. Ein selbstbewusster Mensch muss nicht Recht behalten. Er nimmt Menschen so, wie sie sind und respektiert sie. Tun das die vermeintlichen selbstbewussten Menschen nicht, bleiben Zweifel und der Verdacht hegt sich, dass es sich um eine Fassade handelt. Bei mir habe ich erfahren dürfen, dass eine Fassade nicht/kaum zu erkennen ist. Oftmals sogar noch nicht Mal von der Person selbst. Es gibt verschiedene Arten von Fassaden.

Immer gut drauf

Da gibt es die Personen, die immer gut drauf sind. Bei denen gibt es keine/kaum Tiefpunkte und wenn, dann nur, um daran zu wachsen. Sie lachen immer, auch wenn Sie am Boden liegen. Diese Personen haben keine Zeit zu trauern, weil sie schon wieder den nächsten Zielen hinterher rennen. Bloß keine Zeit verlieren, um das Leben noch positiver zu gestalten. Meisten erzählen diese Menschen auch viel, was sie alles tolles wieder geschafft oder erreicht haben. Selten genießen diese Menschen ihre Erfolge für sich. Dabei sind Erfolge bei selbstbewussten Menschen lediglich für sich selbst. Es gibt keine/kaum Phasen des Durchschnaufens. Manche von ihnen sind in der Zukunft unterwegs. Damit entfällt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und auch der Gegenwart wird davongelaufen. Der Blick ist stur auf das nächste Ziel gerichtet und darauf „immer gut drauf zu sein“.  Dafür wird gerne übertrieben. Es wird aufgerundet und beschönigt, alles für den schönen Schein.

Besserwisser

Dann gibt es Personen, die anderen „aus Erfahrung“ sagen, was alles nicht geht. Es wird unter dem Deckmantel der Fürsorge bei allem kritisiert und ungefragt mitgeteilt, was es zu verbessern gibt. Es wird auf Dinge hingewiesen, die noch nicht perfekt sind, denn für dieses Menschen gilt nur Perfektionismus als Ideal und erstrebenswert. Der Blick gilt den Schwächen, die (gefälligst) abzustellen sind. Indem den anderen Personen mitgeteilt wird, was bei denen noch nicht perfekt ist, kann sich zum einen als Besserwissende aufgespielt werden, diese Personen fühlen sich gut, weil sie glauben mit ihrer ständigen Kritik und den Verbesserungsvorschlägen den anderen etwas Gutes zu tun, sie fühlen sich als Samariter und vergessen, dass ihre Äußerungen nicht gewünscht noch eingefordert wurden, und zum anderen, wird von sich abgelenkt. Wer zu anderen blickt, hat keinen Blick mehr für sich selbst. Dabei ist bekannt, wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.

Gibt es überhaupt selbstbewusste Menschen?

Blicke ich mich so um, sehe ich viele Menschen, aber keine, die vor Selbstbewusstsein strotzen. Noch nicht mal mit viel ausgestattet sind. Eher dümpeln alle bei kaum bis wenig oder gar nicht herum. Allerdings sehe ich Menschen, die glauben, dass sie selbstbewusst sind. Davon gibt es viele, mit den negativen Strategien, wie oben beschrieben.

Wohin führen die Strategien?

Personen ohne Selbstbewusstsein versuchen diesen Umstand (unbewusst) zu verheimlichen. Menschen mit ihren Fassaden benutzen folgende Werkzeuge: sich wichtig machen, übertreiben, anderen vorspielen wie schön ein perfektes Leben mit Selbstbewusstsein wäre, andere schlecht oder klein machen, von sich ablenken, nie in die Tiefe gehen, immer an der Oberfläche lächeln. Das führt dazu, dass anderen – denen auch das Selbstbewusstsein fehlt – immer und immer wieder vermittelt wird, dass ihr Leben nicht gut und erstrebenswert ist. Es wird vermittelt, dass es etwas gibt, was glücklich macht. Dass es ein Leben in 100% Zufriedenheit gibt. Womit die Personen ohne Selbstbewusstsein immer tiefer fallen und damit wiederum umso vehementer versuchen davon abzulenken, dass dem so ist. Womit ein Kreislauf beschrieben ist, der nicht endet und sich selbst nach unten zieht.

Welche Lösung gäbe es?

Das Menschen lernen zu sich zu stehen. Mit allem was sie sind und haben. Es gibt keine perfekte Person und das sollte auch nicht mehr angestrebt werden. Es gibt auch kein gesundes Leben, welches immer aus Glück und Zufriedenheit besteht. Negative Gefühle zu erleben, auszuhalten und zu leben, gehört zu einem erfüllenden Leben dazu. Auch das Wissen, dass die Menschen, die einem am meisten kritisieren, diejenigen mit dem wenigsten Selbstbewusstsein sind, hilft, sich davon zu befreien und die Kritik als solche einzusortieren. Und es gilt den Blick zu sich wenden und weg von den anderen.

Nehmen Sie sich als Person wahr und wichtig

Sich wahrnehmen mit allem, was da ist. Und weg von dem, was andere vermeintlich haben bzw. einem vorspielen. Denn selten sind die „immer gut drauf“ Menschen wirklich glücklich. Selten wissen die Besserwisser alles, sie vermitteln oftmals lediglich den Eindruck, als wüssten sie alles, aber das ist eine Lüge. Suchen Sie sich andere Vorbilder, weg von den Fassaden hin zu den in-sich-ruhenden-Personen. Davon gibt es einige, die sind nur vorher nicht aufgefallen. Vor lauter „ich-bin-immer-glücklich-Menschen“ sind die wahren selbstbewussten Menschen untergegangen, denn diese müssen nicht prahlen, nicht übertreiben, nicht schauspielern. Und trauen Sie sich einfach mal Dinge zu tun, die Sie für sich tun und wo Sie vielleicht ganz bewusst mal gegen den Strom schwimmen. Probieren Sie es aus!

Machen Sie für sich den Anfang, andere werden folgen. Aber warten Sie nicht, dass andere beginnen. Den ersten Schritt müssen Sie für sich tun. Jetzt.

In diesem Sinne wünsche ich viele Schritte auf Ihrem Weg,

eure

Manon García

Feb 222014
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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„Loben Sie Ihr Kind und es wird sich prima entwickeln“

ist eine Aussage, die man nicht selten hört. Oder wenn ein Kind Schwierigkeiten macht, wird nachgefragt, ob denn auch genug gelobt würde. Also ist Lob etwas Tolles und Positives. Oder?

Was ist ein Lob?

Lob ist eine Anerkennung von Leistungen, die durch verbalen oder körperlichen Ausdruck vermittelt wird. Menschen (Kinder wie auch Erwachsene) sind sehr empfänglich für Lob oder Anerkennung. Eine Folge von Lob kann sein, dass das Selbstwertgefühl des Gelobten steigt oder die Selbstsicherheit erhöht wird. (wikipedia.de) Kann deshalb davon ausgegangen werden, das Lob grundsätzlich positiv wirkt und eine gesunde Entwicklung fördert?

Lerntheorien

Die Lerntheorien des Behaviorismus beruhen auf ein erlerntes Verhalten. Auf Reize werden Reaktionen gelernt.

Ein plastisches Beispiel für die (klassische) Konditionierung ist von Pawlow mit seinen sabbernden Hunden. Beim Ertönen einer Glocke reagierte der Hund nicht. Wurde ihm Essen gegeben fing der Speicherfluss an. Nun ertönte während des Essen immer eine Glocke. Ertönte nun die Glocke ohne das Essen, begann beim Hund auch der Speichelfluss. Dieser Hund lernte also aus dem Reiz = Glocke eine Reaktion = Sabbern. Diese Reaktion war vorher nicht vorhanden.

Lernen mit Belohnung oder Bestrafung

Bei der operanten Konditionierung, wird ein spontanes Verhalten nachhaltig verändert, indem auf das Verhalten eine bestärkende oder bestrafende Konsequenz erfolgt. Mit anderen Worten wird etwas gelernt, indem ein Verhalten bestraft oder belohnt wird. Erfolgt eine Bestrafung wird das Verhalten unterlassen, erfolgt stattdessen eine Belohnung wird die Auftrittswahrscheinlichkeit erhöht. Skinner erforschte dieses Verhalten unter anderem mit Ratten in einem Käfig. Betätigte die Ratte einen Hebel bekam sie Futter. Es erfolgte also eine Belohnung für ein Verhalten.

Diese Mechanismen wirken natürlich nicht nur bei Tieren, sondern auch beim Menschen. Ein Kind bekommt Schokolade, wenn es nicht mehr weint. Es bekommt Geld, wenn es gute Noten schreibt. Diese operante Konditionierung befindet sich im gesamten Leben. Gehalt, wenn man arbeitet, Gehaltserhöhung bei guter Arbeit, Gratifikation bei besonderer Leistung, Zuschauer applaudieren, wenn ein Tor geschossen wird usw. Das gesamte Leben besteht aus diesen Verstärkungen und natürlich auch aus Bestrafung, um ein Verhalten zu unterlassen.

Leben besteht aus Konditionierung

Diese Konditionierungen begegnet uns in allen Lebenslagen. Was also sollte so schlimm daran sein? Das möchte ich mit einem anderen Beispiel zeigen. Watson zeigte in seinem unrühmlichen Experiment mit einem Kleinkind, dass durch diese Konditionierung eine Phobie „erlernt“ werden kann. Ebenso stammt die Aussage von ihm, dass man ihm wahllos ausgewählte Kinder geben sollte. Er würde für diese Kinder nach dem Zufallsprinzip Berufe auswählen, in denen sie dann zu Experten würden. Er behauptet, dass er durch diese Konditionierung aus jedem Kind alles machen kann. Das ist auf den ersten Blick eine schöne Sache, jeder kann durch die entsprechende Konditionierung erfolgreich werden.

Wo bleibt der Blick in das innere eines Menschen?

Der Nachteil bei dieser Lerntheorie ist, dass sie in keinster Weise den Mensch an sich berücksichtig oder auf ihn eingeht. Die, die diese Lerntheorien anwenden, sind mächtig und bestimmen das Verhalten und Leben des anderen. Je nach dem, was z. B. Eltern für ihr Kind als wichtig erachten, werden bestimmte Verhaltensweisen verstärkt und andere bestraft. Diese Macht sollte jedem bewusst sein! Wird diese Lerntheorie ohne Berücksichtigung des Menschen angewandt, entfernt sich ein Mensch immer mehr von sich selbst. Es kann passieren, dass der Belohnung alles unterstellt wird, auch die eigenen Bedürfnisse. Irgendwann wird aus diesem Kind ein erwachsener Mensch und dann kann es dazu kommen, dass dieser Mensch nicht weiß, wer er eigentlich ist, was er eigentlich mag und was nicht. Er kann aber genau sagen, bei welchem Verhalten eine Belohnung oder eine Bestrafung ansteht.

Lob ja, aber bewusst und mit Bedacht

Bei allem Lob sollte nie vergessen werden, dass es um Menschen geht, die alle anders sind. Menschen sind individuell und haben entsprechende Wünsche, Träume, Gefühle. Wird dieses missachtet wächst unter Umständen ein kranker Mensch heran. Wird aber von den handelnden Menschen geschaut, was das Kind möchte und wird dann dieses Verhalten verstärkt, kann etwas ganz Großes entstehen. Bei allem Konditionieren darf nicht vergessen werden, dass es ein Innenleben gibt, was für eine gesunde Entwicklung beachtet werden sollte.

*Fazit

Wer lobt, um jemanden in seinem Tun und Handeln zu unterstützen, fördert die Entwicklung dieses Menschen. Wer lobt, um jemanden auf einen anderen Weg zu dirigieren, sollte sich fragen, ob eine andere Person den eigenen – nicht selbst gegangenen – Weg gehen soll. Und sollte sich fragen, ob es der eigenen Entwicklung dienen würde, sich selbst zu achten, weil man ist, wie man ist.

In diesem Sinne, freue ich mich über euer Lob,

eure,

Manon García

 

* ergänzt am 23.02.2014

Dez 082013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Zwei Menschen können aus derselben Distanz einen Sachverhalt betrachten und sehen doch Unterschiedliches. Manchmal völlig unterschiedliches, was zum Konflikt führen kann, wenn versucht wird sich über das Gesehene oder Wahrgenommene zu unterhalten. Woran kann das liegen? Womit hat es zu tun?

Sehen ist nicht gleich Sehen

Aufgrund des Beitrags zwei Sichtweisen – ein Konflikt: Hochbegabung im Blick  auf meinem Blog (Sehen aus der Distanz, Nähe oder beides), ist die Fragestellung aufgetreten, wieso und warum es dieses Phänomen gibt, dass zwei Menschen mit gesunden und funktionierenden Augen etwas betrachten, aber zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen in der Wahrnehmungen kommen. Diese sind mitunter so verschieden, dass es eine Auseinandersetzung, Diskussion oder gar zum Streit führen kann, wenn nicht bedacht wird, dass derselbe Blick nicht derselbe Blick bedeutet.

Bilder, bei denen sich zwei Motive abwechseln

Vermutlich kennt jeder die Umspringbilder. Das bekannteste ist vermutlich der Rubinsche Pokal, bei dem entweder ein weißer Pokal auf schwarzem Hintergrund oder zwei schwarze Gesichter im Profil vor weißem Hintergrund zu sehen sind. Manche sehen das eine Bild, manche das andere und manche beide. Oder es gibt das Bild, was auf dem ersten Blick eine alte Frau darstellt und auf dem zweiten Blick, wer es denn sieht, eine schöne Frau. Davon gibt es unendlich viele Motive und Beispiele, die im Internet unter dem Stichwort „Umspringbilder“ zu finden sind. Aber was hast das nun mit der Ausgangsfrage zu tun?

Beim Sehen kommt immer auch was hinzu

Beim Sehen passiert zweierlei. Zum einen wird das Bild auf dem Kopf und verkleinert auf der Netzhaut dargestellt. Die Reize werden ans Gehirn weitergeleitet. Diese kurze Erklärungsform zum Sehen soll hier reichen. Zum anderen passiert aber noch etwas, was bei jedem gleich ist. Es kommt zu den Reizen noch etwas hinzu. Dieses was hinzukommt hat mit den Erfahrungen, Deutungen und Erinnerungen zu tun, die jeder Mensch erlebte. Mit anderen Worten: ein Sehen ist nicht gleich Sehen, sondern Sehen ist Sehen plus etwas. Dieses was dazu kommt, ist aber bei jedem unterschiedlich.

Trotz Anstrengungen wird nicht dasselbe gesehen

Vielleicht hatten Sie mal eine Situation, wo in einen Teich, See, Meer geschaut wurde und jemand etwas sah und es ihnen zeigen wollte. Er hat also etwas im Wasser entdeckt und da Sie nicht wissen, worauf Sie achten sollen, sehen Sie es nicht oder später. Wird Ihnen nun genau beschrieben, was der andere sieht, wo es sich befindet, wie es aussieht und in welche Richtung Sie blicken müssen, dann sahen Sie es auch. Kommen Sie ein zweites Mal an diese Stelle, werden Sie das sofort wieder erkennen, denn Sie wissen jetzt, worauf Sie achten müssen. Das Sehen, war in beiden Fällen gleich. Aber es kam in diesem Fall eine Erinnerung hinzu. So wie bei diesem Beispiel ist es bei jedem Sehen. Je nach Fokus, nach Interesse, nach Erfahrungen, nach Deutungen, nach Erinnerungen usw. wird unterschiedlich gesehen. Und manchmal kann es trotz Anstrengung nicht das gesehen werden, was die andere Person sieht.

Jeder ist anders

Deshalb können wir auch hier wieder festhalten, dass jeder anders ist. Auch hier ist es wichtig zu respektieren, dass das eigene Sehen nicht von anderen Gesehen wird. Jeder sieht das eigene. Deshalb sollte auch hier Gelassenheit an den Tag gelegt werden, wenn zwei Menschen auf dieselbe Sachen schauen, aber nicht dasselbe sehen. Es kann nicht dasselbe sein. Es kann sich vielleicht auf eine Gemeinsamkeit, auf einen gemeinsamen Nenner oder eine Schnittmenge geeinigt werden, aber das Sehen an sich ist bei jedem anders. Was ja auch schön ist. 🙂

Eure,

Manon García

 

Dez 012013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Das große Ganze versus Konzentration aufs Detail

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten etwas zu betrachten.

  • Von der Ferne mit dem Blick aufs große Ganze
  • Von der Nähe mit Konzentration auf das absolute Detail

Nun ist es so, dass bei der Konzentration des Details, die Sicht auf das große Ganze verloren geht. Ich möchte das am Beispiel eines Gesicht erläutern.

Beschreibung des Äußeres eines Menschen

Wenn ich von weitem schaue, sehe ich, wie er lächelt, ob er die Augenbraue hochzieht, ob seine Augen beim Lächeln mitlächeln usw. Gehe ich aber immer näher ran, sehe ich nicht mehr das ganze Gesicht, sondern als Beispiel eine Augenbraue. Da sehe ich auch noch, ob sie beispielsweise hochgezogen wird. Gehe ich noch näher ran, sehe ich nur noch ein Augenbrauenhaar, das mir seine Beschaffenheit offenbart, aber das mir nicht sagt, ob diese Augenbraue hochgezogen wird. Je näher ich dem Detail komme, umso mehr kann herausgefunden werden. Umso genauer kann das Element beschrieben werden. Es kann aber unter Umständen kein Zusammenhang festgestellt werden von dem Augenbrauenhaar und der Augenbraue oder dem Gesicht. Und ein Augenbraunhaar bildet zwar die Augenbraue, aber wenn ein Haar fehlt, ändert sich nichts am Gesamtbild.

Menschen mit dem variablen Blick

Menschen unterscheiden sich. Es gibt welche, die sich mit Euphorie und Freude auf das Detail stürzen. Dieses auseinandernehmen, um alle möglichen Fragestellungen zu beantworten. Sind diese Menschen in der Lage das große Ganze im Auge zu behalten und trotzdem sich alles von der Nähe anschauen können, nehmen sie auf verschiedenen Ebenen wahr. Sie können Informationen aus den unterschiedlichen Distanzen ansehen, analysieren, verbinden, hinterfragen und Zusammenhänge entdecken. Die Möglichkeit der beiden Sichtweisen erweitert den Horizont und führt oftmals zu neuen Erkenntnissen oder Fragestellungen.

Menschen mit dem Blick aufs große Ganze

Ebenso gibt es nun Menschen, die sich die Dinge von weitem anschauen. Sie verschaffen sich einen Eindruck, können diesen einordnen und sind zufrieden. Menschen, die sich wohlfühlen, wenn sie das große Ganze im Blick behalten, sich also bei der Beschreibung des Menschen lieber von weitem anschauen und beschreiben. Es fehlt ihnen an nichts und sie kommen mit dieser Art zu sehen sehr gut durchs Leben.

Kommunikation unterschiedlicher Menschen

In einer Kommunikation kann es sein, dass diese Menschen mit ihren jeweiligen Sichtweisen gemeinsam auf ein und dasselbe Ding schauen. Der eine sieht es und ist zufrieden, der andere sieht es, findet es interessant und möchte nun näher heran. Eine Kommunikation bringt ja erst dann richtig Spaß, wenn sich ausgetauscht wird, was zur Folge hat, dass sich der Mensch, der näher ran möchte, dieses mit seinem Gesprächspartner tun möchte. Es gibt jetzt also zwei Wünsche, den des Menschen, der genug gesehen hat und, den des Menschen, der zusätzlich zur jetzigen Sichtweise näher heran möchte.

Änderung der Perspektive

Wird von dem Menschen, dem eine Sicht von der Ferne reicht, erwartet, er mögen die Sichtweise oder Perspektive ändern, kann es sein, dass dieser den Überblick verliert, wenn eine bestimmte Distanz unterschritten wird. Was zur Folge hat, dass dieser Mensch nicht mehr weiß, was er sieht, dieses nicht einordnen kann und auch den Sinn in dieser Aktion nicht sieht. Sah er doch vorher einwandfrei. Dieses soll aufgegeben werden für eine Sichtweise, die er nicht versteht und nicht einordnen kann. Das ist, als geht man mit den Augen zu nah an den Fernseher. Dann wird zwar noch gesehen, aber es ist unscharf, ein zu kleiner Ausschnitt und es macht Kopfschmerzen oder schwindlig. Diese Menschen können der Kommunikation nicht mehr folgen. Denn sie brauchen eine gewisse Distanz, um das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Bei der Unterschreitung dieser Distanz ist es für sie nicht mehr möglich, beides wahrzunehmen. Sie können entweder Ferne oder Nähe.

Kommunikation steht vorm Konflikt

Die Kommunikation birgt Konflikte, wenn sich die beiden Menschen ihrer Art Wahrzunehmen nicht bewusst sind. Der Mensch, der die Fern und Nähe kann und durch beide Perspektiven erst seinem Hunger nach Informationen deckt sowie dadurch erst hinterfragen und entdecken kann, möchte sich auf dieser sehr inspirierenden Ebene unterhalten. Da ihm diese Art der Wahrnehmung üblich erscheint, für ihn einen Lustgewinn darstellt, er keine Anstrengungen unternehmen muss, um beides gleichzeitig wahrzunehmen, ist es ihm unter Umständen nicht möglich zu verstehen, dass es Menschen gibt, die diese Art der Wahrnehmung nicht durchführen können. Oder die sogar durch den fehlenden Überblick bei zu viel Nähe unsicher und ängstlich werden. Ist es doch eine Freude Dinge von unterschiedlichen Entfernungen zu betrachten. Aber dieser Freude steht dann Hilflosigkeit und Ängstlichkeit gegenüber.

Bewussstmachung verschiedener Betrachtungsweisen

Ist diese Situation nicht bewusst, versucht der auf verschiedenen Distanzen Sehende dem anderen den Zugang zu dieser Art zu sehen oder wahrzunehmen zu ermöglichen, indem er beschreibt, erklärt und motiviert. Dass diese Art der „Unterstützung“ beim Gegenüber zusätzlich Panik und Abschreckung verursacht, wird u. U. nicht verstanden oder nicht bemerkt. Die Folge ist nicht selten ein Konflikt, der in Sätzen mündet wie „muss du immer allem auf dem Grund gehen?“, „kannst du die Dinge nicht einfach mal so stehen lassen?“, „du denkst zuviel“. Was aus Sicht des Menschen auch verständlich sind, der diesen Zugang auf verschiedenen Distanzen nicht benötigt, um zufrieden zu sein. Diese Person sieht und versteht bei einer gewissen Distanz. Alles andere macht ihm Angst oder verunsichert diesen. Warum sollte diese Person also etwas ändern?

Verhaltensweisen nachvollziehbar und verständlich

Beide Verhaltensweisen sind also aus ihrer Sicht nachvollziehbar und verständlich, nur kommen diese beiden Menschen nicht zueinander, wenn sie nicht erfahren, dass es diese beiden Sichtweisen gibt. Hier hilft ein Verständnis für das Gegenüber, ein Respekt für die jeweils unterschiedliche Herangehensweise und die Gelassenheit die verschiedene Wahrnehmung nicht zu bewerten, sondern hinzunehmen, als das was sie ist. Eine unterschiedliche Wahrnehmung und ein unterschiedlicher Weg des Lernens und Erfahrens. Jeder Mensch auf seine Art und Weise. Keine ist schlechter oder besser, sondern lediglich anders und für beide Seiten notwendig. In diesem Sinne wünsche ich eine entspannte und besinnliche Zeit.

Eure,

Manon García

Nov 122013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Respekt und Wertschätzung

Der Ruf nach Respekt im Sinne von Wertschätzung und Anerkennung wird immer lauter. Wertschätzung ist eine positive Bewertung einer anderen Person. Sie sollte wohlwollend sein und sich auf die ganze Person beziehen. Und obwohl Leistungen die Wertschätzung beeinflussen ist der Wunsch nach Respekt ohne Berücksichtigung von Leistungen groß. Geliebt werden, so wie man ist. Angenommen, weil man ist, wie man ist.

Respekt! Du bist anders

Ist das in der heutigen Gesellschaft noch möglich? Anderen Menschen respektvoll zu begegnen? Sie zu mögen, weil sie sind, wie sie sind? Und nicht als erstes nach Leistungen und Status zu fragen? Oder jemanden nicht abzulehnen, wenn er anders ist, sondern ihn zu nehmen, wie er oder sie ist? Respektieren, auch wenn nicht jede Handlung oder jedes Verhalten verstanden wird? Wie schön wäre es, wenn nicht sofort abgelehnt wird, was anders und fremd ist.

Heterogenität

Es ist erforscht, dass heterogene Gruppen erfolgreicher und effektiver arbeiten. Allerdings ist die Voraussetzung, dass sich respektvoll begegnet wird. Wenn der Respekt auf beiden Seiten vorhanden ist, kann jeder seine Meinung, sein Erleben einbringen und so die Gruppe voranbringen. Allerdings gibt es einen enormen Leistungsabfall, wenn der gegenseitige Respekt nicht vorhanden ist und keine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet.

Hochbegabte, Hochsensible, …

Viel zu oft gibt es die Situation, dass eine andere Person nicht verstanden wird, und das schon reicht, um diese zu meiden und im schlimmsten Fall zu verachten. Schnell kommt es zu gruppendynamischen Prozessen, ist doch das Anderssein eine vermeintliche Bedrohung, der nur begegnet werden kann, wenn die Gruppe im Rücken groß genug ist. Dadurch zerfleischen/streiten sich Menschen, die sich gegenseitig so viel geben könnten. Es ist schade, um das brachliegende Potenzial, welches entstehen könnte, würde ein respektvoller Umgang gelebt. Es geht nicht nur um die Einzelnen, sondern um Familien, Firmen, Klassen, Vereinen, Abteilungen usw.

Menschen, die anders sind

Menschen, die nicht sofort (oder gar nicht) verstanden werden, wünschen sich oftmals nichts anderes, als respektiert zu werden. Sie wollen so sein dürfen, wie sie sind. Wollen nicht durch gesellschaftliche Normen oder Gruppenzwang zur Anpassung gezwungen werden. Oftmals reicht ein Anpassen nicht und es geht darum, sich zu verbiegen oder gar zu verleugnen, möchte man anerkannt sein. Die Frage ist berechtigt, warum Menschen, Menschen, die anders sind, nicht einfach anerkennen und respektieren, sie positiv bewerten, obwohl oder weil sie anders sind. Es wäre für alle Beteiligte von Vorteil.

Respekt auf Gegenseitigkeit

Aber … können Menschen, die anders sind, und die sich nach Respekt sehnen, diesen eingeforderten Respekt auch anderen entgegen bringen? Vielleicht sogar denen, von denen sie den Respekt wünschen? Ich höre oft, dass andersseiende Menschen Respekt wünschen, endlich mal so anerkannt zu werden, wie sie sind. Allerdings höre ich auch oft, dass sich genau diese Menschen darüber aufregen, dass die anderen so sind, wie sie sind oder Dinge tun, die unlogisch oder umständlich sind. Aber Respekt funktioniert nicht nur in eine Richtung. Respekt ist ein gegenseitiges Konstrukt. Wenn ich Respekt fordere, sollte ich diesen auch anderen gegenüber zeigen. Gerade, wenn ich die anderen nicht verstehe. Denn das ist es ja, was auch ich wünsche. Anders sein zu dürfen und dabei von meinen Mitmenschen respektvoll behandelt zu werden.

Lächeln statt Ärgern

Sollten Sie jetzt nicht wissen, ob Sie zu diesen Menschen gehören, die zwar Respekt wünschen, aber unter Umständen dabei sehr zurückhaltend reagieren, wenn es darum geht, diesen an andere zu verteilen, dann versuchen Sie beim nächsten Mal, wenn Sie sich über jemanden ärgern, zu lächeln. Lächeln Sie und denken Sie daran, dass auch Sie anders in den Augen Ihres Gegenübers sind. Der Spalt, der sich zwischen Ihnen und anderen manchmal auftut, ist von beiden Seiten gleich weit. Wer sich also Respekt wünscht, sollte diesen auch anderen gegenüber zeigen. Und wenn Ihnen jemand auffällt, der Ihnen keinen Respekt entgegen bringt, und Sie mit dem Finger auf diese Person zeigen, dann denken Sie dran, dass drei Finger in Ihre Richtung zeigen.

In diesem Sinne wünsche ich eine respektvolle Zeit,

eure

Manon García

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