Sep 142016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Was machen Menschen, die sich mit anderen Menschen nicht wohl fühlen, diese meiden, aber mit dem Alleinsein nicht klarkommen? Was ist, wenn diese Menschen jemanden zum Sprechen brauchen, aber keinen finden oder die Nähe nicht aushalten? Wie können diese Menschen sich selbst helfen?

Was ist, wenn das Anderssein ein Nichtverstehen nach sich zieht?

Menschen, die anders sind, werden mitunter nicht verstanden oder verstehen die anderen nicht. Hierbei ist es egal, ob jemand über Relativitätstheorie, Empfindungen, Ängste, Wahrnehmungen oder Gedankenspiele spricht. Wenn also über etwas gesprochen wird, das von anderen nicht verstanden wird. Was passiert, wenn ein Gesprächspartner nicht folgen kann oder will? Meist wird das Thema oder die Problematik abgetan, vom Tisch gewischt. Am besten mit einer negativen Zuweisung wie „Du immer mit …“.

Was bleibt nach so einem Gespräch?

Das Wissen, dass wieder kein Verständnis, keine Möglichkeit sich auszutauschen vorlag und wieder das Gefühl nicht richtig zu sein oder so anderes zu sein, dass adäquate Gesprächspartner fehlen, raubt das Selbstbewusstsein oder macht krank. Das Gefühl, dass es besser ist allein zu sein, ohne die zermürbende Gewissheit, dass es kaum/keine Personen gibt, mit denen man sich wohlfühlen, macht traurig. Oder die schmerzhafte Erfahrung, dass wieder eine Hoffnung zerplatzte, vergrößert die Angst vorm nächsten Versuch.

Was machen mit den Fragen, die einen umtreiben?

Gerade, wenn man anders ist, besteht oftmals der Wunsch nach Einordnung, nach dem Verständnis sich selbst gegenüber, aber auch, sein Umfeld zu verstehen. Es bleibt die Suche nach einer Überschneidung, nach Menschen, die ähnlich sind und ticken, nach tiefgehenden Gesprächen, nach einem Zuhörer, der die Probleme nicht vom Tisch wischt. Nur, weil man anders ist, heißt es ja nicht, dass man keine Menschen braucht. Genau das Gegenteil ist der Fall! Natürlich kann man sich mit dem Sachverhalt abfinden: Ich bin halt anders und deshalb für immer alleine. Aber trotzdem bleibt der menschliche Wunsch bestehen, dass es wenigstens einen Menschen gibt, der einen versteht und mit dem man sich austauschen kann. Auch, und gerade, wenn man sich selbst nicht versteht.

Was bleibt übrig, wenn man nicht ins System passt?

Wer nicht verstanden wird, bekommt dieses von seinen Mitmenschen leider viel zu oft auf negative Weise gespiegelt mit Zuschreibungen, wie „du bist nicht normal“, Anweisungen „reiß dich mal zusammen“ oder „hör endlich auf“. Das kann dazu führen, dass man sich anpasst, und funktioniert, oder aber, man zieht sich zurück. Wobei auch beides sein kann. Manche Menschen passen sich über die Gebühr an und funktionieren dermaßen perfekt, dass sie sich selbst verlieren und irgendwann entscheiden, lieber die Einsamkeit zu wählen. Andere, sind erst einsam und halten diesen Zustand nicht mehr aus, weil er auf Dauer krank macht, und passen sich dann an und funktionieren.

Welcher Weg bleibt, wenn der zur Gesellschaft versperrt ist?

Die Einsamkeit ist also eine (scheinbare) Lösung. Man ist nicht mehr mit Menschen zusammen, die Handlungen oder Äußerungen falsch interpretieren, weil sie sie nicht verstehen. Hinterm Rücken wird nicht mehr ganz so schlimm gelästert, weil man durch den Rückzug nicht mehr so viel Angriffsfläche bietet. Aber, wenn die Einsamkeit nur aus der Notwendigkeit gewählt wurde, weil das Zusammensein mit Menschen noch schlimmer ist, dann ist es eine kaputt machende, traurige Einsamkeit.

Was machen, wenn man die Einsamkeit nicht aushält?

Ein Mensch, der unfreiwillig die Einsamkeit wählt, ist naturgemäß nicht (immer) glücklich. Die Not, nicht anders zu können, frisst einem langsam von innen auf, macht alles kaputt, was lächeln möchte. Es bleibt eine Leere und Traurigkeit, der man immer öfter nicht gewachsen scheint.

Welcher Weg führt heraus aus der Einsamkeit?

Als Erstes ist es wichtig, dass man sich in seiner Einsamkeit so gut wie möglich einrichtet und sich nicht selbst richtet. Sondern sich selbst anzunehmen, wie man ist. Möchte man bestimmte Dinge machen, „die man nicht macht“, dann sollte man auf sich hören und kein (!) schlechtes Gewissen haben. Schauen, was einem hilft, was einem Freude bereitet und dieses dann umsetzen. Warum auch nicht? Geht es im Leben nicht darum, dass wir uns eine Freude bereiten und schauen, dass es uns gut geht?

Als Zweites ist es wichtig, die Hoffnung nicht aufzugeben! Es gibt Menschen, die einen verstehen, egal, wie viele Eigenheiten dagegen sprechen. Es gibt sie. Es gibt Menschen, mit denen ein Austausch möglich ist. Hierfür ist es mitunter notwendig, dass man anderen sagt, wie es einem geht, sich öffnet, auch wenn die Gefahr besteht, dass eine zusätzliche Wunde gerissen wird, wenn man nicht verstanden wird. Aber alte Verletzungen sollten einen nicht daran hindern sein Glück zu finden, Menschen zu finden, mit denen man sich austauschen kann und vor allem, die einen verstehen. Diese gibt es und es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Immer und immer wieder!

Fazit:

Ein geordneter Rückzug kann unter Umständen wichtig und notwendig sein. In diesem sollten Sie versuchen sich selbst kennenzulernen und herauszufinden, was sie für sich und was, für andere tun. Bauen Sie sich von innen auf, stärken Sie sich. Wenn nicht Sie, wer dann? Und suchen Sie weiter nach dem Menschen / den Menschen, die Sie verstehen und die für Sie da sind. Es gibt sie. Geben Sie die Hoffnung niemals auf!

In diesem Sinne, eure

Manon García

Aug 202016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Gute-Laune-Menschen

Es gibt (viel zu) viele Menschen, die immer gut drauf sind, immer für andere da sind, sich immer hinten an stellen, immer Verständnis haben oder zeigen, nie nein sagen, immer können …

Diese Menschen mögen alles, sind mit allem einverstanden, sind mit allem zufrieden. Bewundernswert – oder nicht? Diese Menschen werden beneidet. Mensch, schau mal, XY ist immer so gut drauf. Dann wird überlegt, warum diese Person das schafft und man selbst mitunter nicht. Allerdings sollten Sie froh sein, wenn Sie nicht so sind!

Menschen ohne Grenzen

Diese Menschen werden bewundert, aber die Frage ist, ob man diese nicht bemitleiden sollte. Denn diesen Menschen fehlt mitunter etwas gravierendes im Leben: eine Grenze. Eine Grenze, die einem selbst sagt, bis hierhin und nicht weiter, aber auch anderen verdeutlicht, bis hierhin und nicht weiter. Es ist ein Schutz in beide Richtungen, für die Person selbst und für andere, die dann nicht in die Gefahr geraten grenzüberschreitend aufzutreten oder sich zu verhalten.

Fehlende Grenze als Ausrede

Was steckt meistens dahinter, wenn eine Person sich so verhält? Oder anders, was muss diese Person niemals sagen, wenn sie sich so verhält? Genau! Nein.

Diese Person muss nicht nein sagen, nicht sagen, wenn sie etwas nicht will, sie wird andere nicht belasten, weil sie ja mit allem einverstanden ist, es muss keine Extrawurst gekocht werden, … Ein idealer Mensch, den viele gern in ihrer Nähe haben. Aber will man mit so einem Menschen wirklich etwas unternehmen? Ein Mensch, der nicht existiert, sondern immer das toll und richtig findet, was gerade die Person in ihrer Nähe toll und richtig findet. Ist das erstrebenswert?

Schutz vor fehlendem Selbstvertrauen

Es hat natürlich Vorteile! Wenn ich nicht nein sage, keinen Vorschlag ausschlage oder ablehne, dann werden die anderen Menschen auch nicht enttäuscht, traurig, verletzt, … sein, weil sie ja alles bekommen, was sie sich (vermeintlich) wünschen. Denn, wenn man genau hinschaut oder nachfragt, mögen die Menschen es nicht, wenn man ihnen nach dem Mund spricht. Aber das Verhalten der Gute-Laune-Menschen ist oftmals so perfektioniert, dass es sehr authentisch erscheint.

Lob, Anerkennung und Liebe winken

Die Vorteile, sind nicht zu verachten. Wer kein Selbstvertrauen hat, nicht nein sagen kann, der wird gut mit der Gute-Laune-Methode verfahren. Auch wird ihm Freundlichkeit und Liebe geschenkt. So einen Menschen „muss“ man ja lieb haben. Und nicht nur das, man wird lobend erwähnt, andere sollten sich gefälligst an diesen Menschen ein Beispiel nehmen! Man erhält also auf zwei Seiten Lob, Anerkennung und Liebe. Wer sagt da schon freiwillig nein?

Kehrseite der Medaille

Ein Mensch, der immer nur im Außen schaut, was andere wollen, spürt sich selbst nicht mehr (oder unzureichend). Zudem fragt sich dieser Mensch selten/nie, was er sich wünscht, was er liebt, da es nicht gefragt ist. Es geht ja immer um die anderen. Diese Menschen sind deshalb auch meistens viel mit anderen Menschen Zusammen. Wären sie (zu oft) alleine würden sie feststellen, dass sie innerlich hohl sind. Sie wissen mitunter nicht wer sie sind, weil sie sich mit den Wünschen von anderen füllen. Diese Leere hält kein Mensch aus, weshalb die Nähe von anderen Menschen gesucht wird.

Fehlender Umgang mit negativen Gefühlen

Wer andere Menschen immer/meistens glücklich oder zufrieden macht, lernt keinen Umgang mit negativen Gefühlen. Begegnen diese einem Menschen mit schlechter Laune, versuchen sie alles, um diesen Menschen wieder aufzumuntern. Meistens funktioniert das ja auch, aber was, wenn nicht? Dann flüchten diese Menschen, weil sie die Panik überkommt. Sie haben den Umgang mit negativen Gefühlen mitunter nicht gelernt. Nicht bei sich und nicht bei anderen. Sie füllen sich nur mit positiven Gefühlen, zu denen sie anderen verhelfen.

Leere Hülle ohne ein eigenes Ich

Das Schlimmste ist, dass der Gute-Laune-Mensch mitunter nicht weiß, wer er/sie wirklich ist. Der Blick zu sich musste versperrt werden, sonst hätte man nicht so oft die Wünsche der anderen erfüllen oder ihnen zustimmen können. Auch mussten Grenzen ignoriert oder abgetrennt werden, da dieses Verhalten sonst nicht möglich gewesen wäre. Aber ein leerer Menschen ohne Grenzen ist kein Mensch. Nicht wirklich. Äußern tut sich das meistens in Krankheiten oder Schmerzen. Das ist dann das Signal, wo auch ein Gute-Laune-Mensch mal innehalten sollte. (Zum Thema Körpersignale beachten und verstehen habe ich einen Beitrag geschrieben.)

Gute-Laune-Menschen können sich ändern

Jeder Gute-Laune-Mensch kann ein kompletter und authentischer Mensch werden. Hier müssten bestimmte Verhaltensweisen geändert werden. Am besten wäre es, wenn man sich vor jeder Begegnung bewusst macht, wozu man Lust hat oder was man möchte. Da der Gute-Laune-Mensch oftmals automatisch agierte, werden weiterhin Situationen entstehen, in denen sie sich nicht selbst fragen können, was sie denn möchten/wünschen. Das ist nicht schlimm, denn im Nachhinein bestünde genügend Zeit, um die zurückliegenden Situationen Revue passieren zu lassen. Da kann in Ruhe analysiert werden, wo welches Verhalten wofür herhalten musste.

Harter, aber glücklich machender Weg

Aber es funktioniert. Stück für Stück können sich Gute-Laune-Menschen ihr eigenes Leben zurückholen, sich von innen aufbauen und ihren Weg gehen. Das wird nicht immer einfach sein, weil zu diesem Leben Grenzen setzen, einfordern und Nein sagen gehört, aber er ist machbar. Und blicken diese Menschen dann eines Tages zurück, dann werden sie dieses mit stolz geschwellter Brust tun. 🙂

Und sollte auf diesem Weg zu Ihnen gesagt werden, „Du hast dich verändert. Früher warst du immer gut drauf“, dann wissen Sie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Nehmen Sie es als Kompliment! 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute!

Eure,

Manon García

 

Mrz 092016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Am Montag, den 29. Februar 2016 habe ich den ersten Teil zu diesem Thema veröffentlicht, der unter folgendem Link nachgelesen werden kann:

Der eigene Weg: Emotionen verstehen (1)

Darin ging es um den Blick zu sich. Dieser ist der Schwerste überhaupt, viele haben Angst davor und wehren sich mit Händen und Füßen. Wer es schafft, zu sich zu schauen, und vor allem, zu lernen, was sich Wertvolles in einem versteckt, der ist froh, wenn er weiß, wie er an sich arbeiten kann. Im ersten Teil ging es darum, wie wichtig es sein kann, seine Emotionen zu verstehen, weil sich dahinter vieles von einem Selbst versteckt, was endlich an die Oberfläche möchte.

Vernachlässigung unseres Körpers

In diesem zweiten Teil geht es darum, was uns die Körpersignale sagen möchten. Unser Körper ist in unserem Ansehen meist ganz unten angesiedelt. Viel wichtiger ist das Funktionieren oder das Anpassen. Mit großen Abstand folgt abgeschlagen unser Körper. Dabei kann ein Mensch nur dann zufrieden sein und in sich ruhen, wenn der Körper voll akzeptiert und geachtet wird.

Körpersignale richtig deuten

Unser Körper spricht mit uns, ist uns wohlgesonnen, auch, wenn er jahrelang oder jahrzehntelang vernachlässigt wurde. Jede Erkältung, jeder Kopf- oder Rückenschmerz, deutet auf einen seelischen Schmerz, den es zu verstehen gilt. Denn immerhin ist das nicht der Schmerz irgendeiner wildfremden Person, nein, es ist Ihr Schmerz. Es geht um Sie!

Es gibt einige Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen und die Ihnen bei der Deutung der verschiedenen Symptome helfen. Denn oftmals ist die Ursache nicht einfach enträtselt, sondern ist gut versteckt. Hier können Bücher, wie die von Rüdiger Dalhlke – Krankheit als Symbol*,  helfen. Dieses Lexikon gibt zum Beispiel Hinweise in welche Richtung geschaut werden kann, um sich und seinem Körper zu helfen. Denn die Krankheiten sind ein Schrei, ein Hilfeschrei, und wie schön wäre es, wenn Sie keine Krankheiten mehr bräuchten, um auf sich aufzupassen und für sich zu sorgen?

Sich selbst akzeptieren

Probieren Sie es aus, hinterfragen Sie, was sich hinter Ihren Krankheiten versteckt und befreien Sie das, was Sie bis dato immer verdrängten. Es will endlich dazugehören und nicht mehr verschwiegen werden. Glücklich kann nur sein, wer sich akzeptiert. Mit allem, was dazu gehört. Seien Sie mutig, es lohnt sich.

In den nächsten Beiträgen geht es darum, was Ihnen Ihre Träume verraten und wie Sie sich selbst der Coach sein können.

Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Eure,

Manon García

 

* Dieser Link führt zu Amazon und beherbergt einen Partnercode. Wenn also über diesen Link jemand etwas einkauft, erhalte ich ein paar Cent.

Mrz 042016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Der Blick zu sich ist der schwerste

Wer mit sich unzufrieden ist und etwas ändern möchte, der sollte lernen den Blick zu sich zu wenden. Aber gerade das ist so verdammt schwierig und wird oftmals mit Händen und Füßen verhindert.

Wie oft höre ich, ich würde so gern was ändern, aber ich weiß nicht was oder wie. Wenn dann gesagt wird, man müsste zu sich schauen, heißt es, klar, aber da habe ich nichts gefunden. Oder, es wird alles entschuldigt und erklärt. Damit meinen sie, das Zu-sich-Schauen abgeschlossen zu haben. Beharrt man darauf, dass der andere zu sich schauen sollte, wird von Selbstgeißelung gesprochen oder blockiert. Oftmals mit dem Zusatz, wer mal zu sich schauen sollte oder wer richtige Probleme hätte.

Gegenangriff, als Verteidigung

Das Schwierigste an dem Weg zu sich ist die Angst vor sich selbst. Was wird entdeckt, wenn bei sich genauer geschaut wird? Außerdem wird meist alles als persönlicher Angriff gewertet. Die Reaktion ist häufig ein Gegenangriff. „Schau lieber erstmal zu dir, bevor du hier solche Andeutungen machst.“ Dabei wird vergessen, dass der Ursprung dieses Gespräches die eigene Unzufriedenheit war.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Es erfordert Mut und Kraft, sich seiner Angst zu stellen, mit offenen Augen das anzuschauen, was ein Leben lang bis dato verdrängt oder ausgeblendet wurde. Dabei ist das Ergebnis das Schönste, was einem passieren kann. Eine Selbstakzeptanz, die übergeht in Selbstliebe.

Was hilft auf dem Weg zu sich?

Folgende Punkte helfen:

  1. Reflektieren, wenn Sie sich erregen oder ereifern
  2. Alle körperlichen Symptome nachschlagen und die Erklärungen bearbeiten
  3. Träume merken und deuten
  4. Schriftlich mit sich kommunizieren, wenn es Gedankenkreisel gibt

Reflexion bei emotionaler Reaktion

Zum ersten Punkt. Emotionale Reaktionen nutzen, um herauszufinden, was von der Schmuddelecke abgeholt werden möchte. Schauen Sie, warum Sie sich über eine Aussage aufregen und was das mit Ihnen zu tun hat. Hierbei schauen Sie natürlich nicht (!) zu der Person, weshalb Sie sich aufregten, sondern zu sich. Geben sie nicht auf, nur weil nicht sofort ein Ergebnis auf dem Tisch liegt. Bleiben Sie dran, es lohnt sich!

Ihre Grenzen werden übergangen

Wenn sie sich beispielsweise aufregen, weil jemand ihre Grenzen nicht beachtete, dann schauen sie, wie sie der Person Einhalt gebieten können. Wie sie Ihre Grenzen höher oder stabiler bauen können. Seien sie froh über die Person, die ihre Grenzen übertrat. Denn nur so sehen Sie, woran es noch zu arbeiten gilt. Wenn jemand über ihre Grenzen hinweg ging, hatten Sie sie nicht deutlich genug aufgestellt. Natürlich kann man dann sauer auf den anderen sein, weil der die Grenze missachtete. Aber das ist der falsche Blick. Denn ihre Grenze konnten übertreten werden, weil Sie nicht in der Lage waren diese zu kommunizieren oder auf deren Einhaltung zu pochen. Kann es sein, dass sie ein Problem haben Ihre Grenzen zu benennen oder einzufordern? Sie deshalb diese nur halbherzig flüsterten? Oder mal einfordern und mal nicht? Kann es sein, dass die Grenze für andere gar nicht sichtbar war? Ist es also wirklich richtig, wenn Sie sich über die andere Person aufregen? Oder wäre es nicht angebrachter dieses Ereignis zu nutzen, um an sich zu arbeiten? Grenzen zu setzen und einzufordern? Ganz sicher sogar!

In den nächsten Beiträgen schreibe ich über die anderen Punkte. Bis dahin freue ich mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Eure,

Manon García

 

 

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