Dez 052016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Positive Wirkung von Hunden auf Menschen

Hunde wirken positiv bei Depressionen und helfen Menschen aus der Isolation heraus. Allerdings gilt es bei der Kommunikation Hürden zu überwinden, denn ein Hund achtet auf Gestik, Mimik und Verhalten. Wie ich im ersten Beitrag zu diesem Thema allgemein ausführte.

Kommunikation zwischen Hund und Mensch

In diesem Beitrag möchte ich auf die Kommunikation mit dem Hund eingehen, der auf Merkmale und Verhaltensweisen achtet, die den beiden genannten Menschen schwerfallen.

Die Forschung mit Hunden und Wölfen hat herausgefunden, wie die Kommunikation zwischen Hunden funktioniert und somit auch zwischen Mensch und Hund. Es sind Gesten und die Haltung, die dem Hund Signale geben.

Hundekommunikation

Ein Lächeln sagt dem Hund, dass alles entspannt ist. Ein verkniffener Mund bedeutet Anspannung, Achtung Gefahr. Eine gebückte Haltung, vorgezogene Schultern, deuten daraufhin, dass man sich dem Hund unterwirft und die Führungsrolle des Hundes akzeptiert. Genauso ist es, wenn der Mensch auf den Hund achtet, ihn beobachtet und reagiert, wenn dieser einen anschaut. Das alles bedeutet für den Hund, dass er in seiner Führungsrolle bestätigt wird.

Wie verhalten sich depressive Menschen?

Sie sind meist kraftlos, lustlos und hängen durch. Schultern nach vorn, gebeugte Haltung, durch die Aussichtslosigkeit gibt es eher selten ein Lächeln, eher einen verkniffenen, verzweifelten Mund. Dazu einen leeren Blick und ein schleppender Gang. Energie ist selten in großem Maße vorhanden. Ein bestimmtes Auftreten zählt eher weniger zum Repertoire.

Wie verhalten sich Menschen mit dem Asperger-Syndrom?

Mimik ist für diese Menschen eher zweitrangig. Bei anderen könnten sie wenig damit anfangen, da sie sie oftmals nicht verstehen. Bei sich selbst achten sie deshalb nicht sonderlich auf ihre Mimik und ihnen wird oftmals gesagt, wenn du lächelst, hast du ein hübsches Gesicht. Diese Menschen lassen ihre Gesichtsmuskeln hängen, egal, ob sie glücklich oder traurig sind. Nicht selten werden sie angesprochen, was sie denn hätten, weil andere Menschen aufgrund der Mimik davon ausgehen, dass sie etwas bedrückt. Dabei geht es den Aspergern möglicherweise gut, aber es macht sich für andere nicht im Gesicht bemerkbar.

Auswirkungen auf die Beziehung mit dem Hund

Egal, ob depressiv oder Asperger, bei beiden wird dem Hund etwas suggeriert, was dieser falsch deuten kann. Der Hund könnte unsicher reagieren, weil die Körpersprache mitunter etwas anderes aussagt, als die Tonalität der Sprache oder der Handlung, wie der Gabe von Leckerlies.

Oder aber, der Hund glaubt, aufgrund der Verhaltensweisen des Menschen, der Rudelsführer sein zu müssen, aber dann kommen Reaktionen des Menschen, die dieses infrage stellen. Hier können sich Konflikte ergeben, die eskalieren können, denn in der Rolle des Rudelführers muss der Hund reagieren und sein Rudel bewachen und sanktionieren.

Notwendige Veränderungen für die Verständigung

Ein Mensch mit hängenden Schultern müsste diese zurückziehen und zumindest so tun, als ob er bestimmt auftritt. Auch muss der Mensch so tun, als hätte er Energie, zudem gilt es zu lächeln, wenn der Hund etwas gut macht und keine Gefahr droht. Vorangehen und dem Hund das Gefühl geben, dass man alles im Griff hat, ist aber verdammt schwer, wenn man sein eigenes Leben noch nicht mal schafft und alles zu schwer scheint.

Auswirkungen auf den Menschen

Es ist zu hoffen, dass der Blick in die Hundeaugen und das Wissen, dass der Hund durch inkonsequentes Verhalten in eine Rolle gedrängt wird, in die er nicht möchte, und die ihm nicht guttut, helfen, bei sich diese Veränderungen vorzunehmen. Und, wenn dem Hund Stärke suggerieren wird, die noch nicht vorhanden ist, diese Vortäuschung und die Reaktion des Hundes helfen, dass der Mensch langsam aber sicher die Stärke aufbauen kann, die er vorgibt zu haben. Die Täuschung dazu führt, dass der Mensch sich von innen aufbaut und zurück ins Leben findet.

Eine weitere Folge ist, dass man sich genauer beobachtet und auf sich achtet. Plötzlich wird einem bewusst, wie oft man die Mundwinkel nach unten gezogen hat und zieht sie dann nach oben. Nicht übertrieben, nein, angemessen. Sich selbst beobachten ist ein erster Schritt zu mehr Selbstbewusstsein, sich selbst wieder bewusst werden. Auf sich achten, ist der erste Schritt zur Selbstachtung.

Therapeutische Wirkung durch einen Hund

Es ist erwiesen, dass Hunde eine positive Wirkung auf Menschen haben, besonders auf depressive Menschen. Das wertfreie und vorurteilsfreie Verhalten eines Hundes, die Begleitung, die Anwesenheit, das Streicheln, die Bewegung, sind Punkte, die dem Menschen nachweislich aus seinen Depressionen holen können. Der Spaziergang hilft aus dem Haus zu gehen, wenn einem nur nach dem Verkriechen im Bett zumute ist. Aus seinem (selbstgewählten) Gefängnis zu entkommen, gibt einem ein Gefühl von Freiheit, auch, wenn diese nicht freiwillig, sondern notgedrungen erledigt werden, weil der Hund sein Geschäft erledigen muss oder aber Bewegung braucht.

Das gilt natürlich auch für Menschen mit dem Asperger-Syndrom, die sich nicht verstanden und mitunter wie ein Alien fühlen. Oftmals wird der freiwillige Rückzug in die eigenen vier Wände gewählt, um sich diesen Begegnungen mit anderen nicht mehr stellen zu müssen. Mit dem Hund gilt es aber regelmäßig aus dem Haus zu gehen. Auch bleibt es nicht aus, dass man aufgrund des Hundes in Gespräche verwickelt wird. Hier werden Gespräche geführt, die einem Asperger leichter fallen, weil es ein festes Thema gibt: Hund. Das kann erweitert werden zu Hundetraining, Hundeprobleme, Hundeverhalten, etc. Die Smalltalk-Gespräche mit Nachbarn werden durch Hunde-Gespräche ersetzt, die leichter zu führen sind. Somit wird die Isolation ein Stück weit aufgehoben.

Fazit

Depressive Menschen und/oder Menschen mit dem Asperger-Syndrom, die sich zurückziehen und denen an ihrer Haltung deutlich anzusehen ist, dass sie darunter leiden, müssen dieses mit einem Hund überdenken und ändern, um ihn nicht in eine gefährliche Situation zu bringen. Diese Veränderung fällt natürlich nicht leicht, aber wenn einem die liebevollen, treuen Augen anschauen, gibt es vielleicht die notwendige Motivation, um diese Veränderungen anzugehen. Wurden diese Veränderungen, wenn auch anfangs vorgetäuscht, geschafft, entwickelt sich eine Verbundenheit mit dem Hund, die stärkt und aufbaut.

Eure,

Manon García

Mai 132014
 
Buchcover vom Ratgeber: Hochbegabt oder hochsensibel - Das Anderssein leben von Manon Garcia

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Es ist soweit, der zweite Ratgeber ist fertig.

Hier entsteht ein Ratgeber für Menschen, die durch ihr Anderssein nicht so recht ins System passen. In einer Gesellschaft, in der das Gleichmachen wichtiger ist, als die persönlichen Stärken, ist es schwierig zu sich zu stehen. Wer meinte Anpassen wäre die einzige Lösung, der/die entwickelte oftmals zu wenig von: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwert oder Selbstliebe.

Der Ratgeber hilft zum Anderssein zu stehen und die Gesellschaft zu bereichern.

Welche Idee steckt hinterm Ratgeber?

Mit meinem zweiten Ratgeber möchte ich Menschen helfen, sich selbst zu helfen: Er geht den Ursachen für die mangelnde Selbstliebe auf den Grund und leitet mit Übungen und Hintergründen zum Selbstcoaching an. Grundlage sind meine eigenen Erfahrungen und zahlreiche Gespräche mit anderen Betroffenen. Mein Ziel ist, dass sich die Leser in den Schilderungen wiedererkennen und anhand der Übungen ihren Weg zu mehr Selbstbewusstsein finden.

Crowdfunding bei startnext.de/hochbegabung-leben

Die professionelle Herstellung des Ratgebers, welches ca. 350 Seiten umfassen wird, kostet Geld. Sei es für das Lektorat, Layout oder Design. Mit dem Crowdfunding bei startnext.de/hochbegabung-leben ist es möglich Geld für die Finanzierung zu sammeln. Das Besondere bei startnext.de, ist, dass das Geld zurückgezahlt wird, wenn die 100% Finanzierungssumme nicht erreicht wird. Das bedeutet, wenn Ihr euch mit einem Geldbetrag beteiligt, die 100% Finanzierungssumme nicht erreicht wird, dann erhaltet Ihr Euer Geld zurück.

Erreiche ich dagegen die 100% Finanzierungssumme wird das Geld behalten und ich kann den Ratgeber umsetzen.

Dankeschöns als Dank für Eure Unterstützung

Jeder Unterstützer wählt sich nach Höhe seiner finanziellen Unterstützung ein Dankeschön. Diese gibt es teilweise in dieser Form nur für die Unterstützer. Ich habe mir ein paar schöne Dankeschöns einfallen lassen, damit ich euch die Unterstützung erleichtere. Ich hoffe, Sie gefallen Euch genauso gut, wie mir. 🙂

Folgende Dankeschöns gibt es nur als Dankeschön:

  • Postkarte mit „Hochbegabung leben“-Design,
  • Kaffeebecher mit „Hochbegabung leben“-Design,
  • T-Shirts mit „Hochbegabung leben“-Design und
  • Hardcover-Buch.

Alle anderen Dankeschöns natürlich auch nach der Crowdfunding-Aktion.

Eure Unterstützung

Bitte sprecht über mein Projekt und teilt es auf den Social Media Kanälen. Ich freue mich, wenn euch das Projekt interessiert und ihr es entsprechend weitertragt.

Ablauf der Crowdfunding Finanzierung

1. Startphase

2. Finanzierungsphase

3. Umsetzung des Ratgebers und

4. Veröffentlichung

Startphase

In der Startphase geht es den Betreibern von startnext.de darum, ob das Projekt überhaupt genügend Fans hat, um erfolgreich finanziert werden zu können. Deshalb habe ich 30 Tage, um mindestens 50 Fans zu bekommen.

Fan werden kann jeder, der auf die Seite von startnext geht und bei meinem Projekt Fan wird. Sobald ich 50 Fans beisammen habe, kann ich in die Finanzierungsphase wechseln.

Finanzierungsphase

In der Finanzierungsphase geht es dann um die Wurst und die Frage, ob ich die Finanzierung für das Projekt zusammen bekomme. Das hoffe ich natürlich, weil der Ratgeber eine Nische besetzt, die so noch nicht bedient wird, aber notwendig ist.

Es kann sich ein oder mehrere Dankeschöns ausgewählt werden, die dann bezahlt werden.

Umsetzung des Ratgebers

Sobald die Finanzierung bei mindestens 100% angelangt ist und somit erfolgreich finanziert wurde, werde ich die Arbeiten Lektorat, Layout und Design in Auftrag geben.

Veröffentlichung

Geplant ist die Veröffentlichung für den Winter 2014.

Werdet Fan bei www.startnext.de/hochbegabung-leben und unterstützt das Projekt: Ratgeber – Hochbegabung leben

Wenn ihr auf das folgende Bild klickt gelangt ihr direkt bei meinem Projekt.

Vielen Dank,

eure Manon

 

Mrz 112013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Depression durch unerkannte Hochbegabung

Viele Hochbegabte erfahren erst durch eine Depression von ihrer Hochbegabung. Es ist bekannt, dass eine fehlende Identität oder eine ständige Ablehnung und Ausgrenzung zu Depressionen führen kann. Aus diesem Grund untersuchen immer mehr Therapeuten, Psychologen und Neurologen, ob eine Hochbegabung vorliegt. Vielen Menschen ist nicht bewusst, was die Eigenschaften dieser Krankheit sind, wie es sich äußert oder äußern kann, dass es verschiedene Symptome und Verhaltensweisen gibt, weshalb vielen Depressiven Unverständnis und Ungläubigkeit entgegen springt.

Depression – gesellschaftlich anerkannt

In den letzten Jahren ist die Depression anerkannt, auch gesellschaftlich. Einige Prominente Bürger waren von Depressionen betroffen, was half diese Krankheit gesellschaftsfähig zu machen. Wird erfahren, dass jemand an Depressionen erkrankt ist, wird dieses bedauert. Hörte man doch so vieles negatives darüber. Aber im Grunde genommen weiß kaum einer, was eine Depression genau ist.

Wissen über Depression

Landläufig wird davon ausgegangen, dass jemand, der depressiv ist, im Bett liegt, antriebsarm ist und in so gut wie jeder Situation überfordert ist. So weit so gut. Aber in diesem Zustand gehen depressive Menschen selten aus dem Haus, außer zum Arzt oder Therapeuten. In dieser Zeit ist die heimische Höhle, das Bett, die Wohnung, das einzige, worin sich diese Menschen aufhalten mögen. Schon der Gedanke aus dem Haus gehen zu müssen, kann diese Menschen überfordern und sie innerlich zusammenbrechen lassen. Oder eine banale Frage: Gericht A oder B, kann diese für die nächsten Tage aus der Bahn werfen. Es sind die alltäglichen Arbeiten und Tätigkeiten, die überfordern. Das schlimmste an einer Depression ist wohl, dass die Menschen mitansehen müssen, wie sie mit Kleinigkeiten überfordert sind, über die sie früher noch nicht mal nachdachten. Da war es schon erledigt, bevor es ausgesprochen wurde. Weil zur Last der Depression die Scham über die Hilflosigkeit hinzukommt, steht der Wunsch nach einer einsamen Insel ohne Erwartungen, Druck, Stress bei vielen ganz oben auf der Liste.

Depressive in einer depressionsfreien Zeit

Es gibt Phasen, in denen sind depressive Menschen mit allem überfordert, da kommt dem Zähneputzen einem Marathon gleich. Aber es gibt natürlich auch die Phasen, in denen man sein Leben im Griff zu haben scheint. Vieles von dem, was vorher unmöglich schien, ist möglich. Die Freude und der Spaß sind zurück. Nicht wie früher ohne Depression, aber doch wesentlich besser, als in den Depressionsphasen. Unternehmungen sind wieder lohnenswert und die Aussicht nicht mehr alleine zu sein, macht glücklich. Mit der Depression wurden die gefühlten 100 kg abgelegt, die sonst auf dem Körper liegen und jede Bewegung unmöglich machen. Der Wunsch unter Menschen zu gehen ist groß.

Der Blick von außen auf einen depressiven Menschen

In einer depressionsfreien Zeit sehen Menschen von außen so aus, wie jeder andere. Sie gehen unter Menschen, sie lachen und haben Spaß. Sie bewegen sich, als gäbe es keine Krankheit. Und sie genießen diese Phase, um Kraft zu tanken für die nächste Depression. Sie nehmen alles mit, wissen sie doch nicht, wann sich das nächste Loch auftut. Außerdem hofft jeder depressive Mensch, dass die gute Phase die endgültige ist. Wird doch hart an sich gearbeitet und jede Hochphase kann das ersehnte Ziel sein. Der Außenstehende sieht also einen „gesunden“ Menschen und denkt, alles ist wieder gut. Sofort wird erwartet, dass das jetzt der anhaltende Zustand ist. Wird dieses von den depressionen Personen mit Vorsicht gesehen, kommen Sprüche, dass man nur positiv denken müsse, dann klappt das auch. Sprich: Depressive müssten nur positiv denken und schon wäre die Krankheit weg.

Unverständnis bei Rückfällen

In den Hochphasen werden natürlich Termine vereinbart und sich verabredet. Geht ja jeder Mensch davon aus, dass diese Phase endgültig ist. Auch der depressive Mensch. Allerdings rechnet der Depressive damit, dass es anders kommen kann, im Gegensatz zu Außenstehenden. Diese reagieren mit Unverständnis, fühlen sich persönlich angegriffen, wenn wieder eine Verabredung abgesagt wird. Es kann sogar zu verbalen Angriffen kommen, wenn unterstellt wird, dass die Absagen immer nur bei einem selber sind und nicht bei anderen. Zusätzlich zu der eigentlichen Krankheit kommen nun auch noch Vorwürfe, Unterstellungen und Unverständnis.

Schwierigkeit mit der Depression

Oftmals erkrankten gerade vitale, aktive, erfolgreiche oder selbstbewusste Menschen an einer Depression. Sprich, die Depression zwingt diese Menschen zum Nichtstun, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Erkennen der Hilflosigkeit. Dieser Mensch kann keine Kraft tanken, in dem er wie früher Leistung erbringt und dadurch Lob und Anerkennung bekommt. Nein, er muss ohne Anerkennung von außen auskommen und sich selbst eingestehen, dass er genau so ist, wie er nie sein wollte: hilflos, schwach, abhängig. Schwierig ist zudem, dass sich Depressive erst erlauben müssen, innezuhalten. Sie müssen sich erlauben nicht zu arbeiten. War das doch das normalste von der Welt und dafür lebten sie schließlich. Egal, ob sie krank waren oder überfordert. Egal, ob übermüdet oder nicht. Sie standen auf, weil sie zur Arbeit mussten, weil sie arbeiten mussten oder weil sie gebraucht wurden. Sie standen auf, weil sie etwas erreichen wollten. Nun gibt es keinen Grund mehr aufzustehen, denn sie können nicht mehr Arbeiten, nicht mehr leisten, sind nicht mehr erfolgreich und auch sonst nicht nützlich. In dieser Phase stellen diese Menschen fest, dass von den materiellen Dingen nicht viel übrig bleibt. Manchmal sogar gar nichts, weil die Abwärtsspirale zur sozialen Abhängigkeit sehr kurz sein kann. Sie müssen erkennen, dass ihre Aufopferung für nichts war.

Heilung durch Selbstliebe

Diese ehemals erfolgreichen Menschen blicken zurück und sehen, dass alles, wofür sie arbeiteten weg ist oder nicht mehr wichtig. Die scheinbare Anerkennung von außen bezog sich nie auf die eigene Person, sondern auf die Leistung, die erbracht wurde. Die Freundschaften reduzieren sich auf ein Minimum, wenn man Glück hat, ansonsten auf die Zahl Null. Die Menschen, die zu einem aufschauten, haben sich schon lange abgewandt und blicken nun zur nächsten Person auf, die erfolgreich ist. In dieser Zeit wird die fehlende Selbstliebe schmerzlich vermisst. Der Blick zu sich wurde durch das Streben nach Erfolg und Anerkennung ersetzt. Warum auf sich schauen, wenn etwas geleistet werden kann. Der Nachteil hierbei ist, dass Lob und Anerkennung vergänglich sind, die Selbstliebe aber, die steht immer zu einem. Denn sie verlässt einen nie! Vorausgesetzt, sie wurde aufgebaut und ist vorhanden.

Fehlende Selbstliebe in der Krise

Ein Mensch, der sich selbst nicht liebt und zu dem keine Anerkennung von außen bekommt, weil er durch die Krankheit nicht mehr funktioniert, kann einsamer nicht sein. Das einzige, was diesem Menschen jetzt und in Zukunft helfen wird, ist eine gesunde Selbstliebe. ABer wie soll diese aufgebaut werden, wenn noch nicht mal Erfolge durch Arbeit, Sport oder Hobby vorzuweisen sind? Der Mensch muss erkennen, dass er liebenswert ist auch ohne Leistung, ohne Erfolge, ohne Arbeit. Der Mensch an sich ist es wert geliebt zu werden. Aufgrund der Tatsache, dass es ihn gibt. Da ist es egal, welche Eigenschaften der Mensch hat. Jeder Mensch ist liebenswert, wertvoll und wichtig.

Selbstliebe als Wegweiser aus der Depression

Dieses zu erkennen, dass jeder Mensch, also auch man selbst, liebenswert, wertvoll und wichtig ist, muss sich hart erarbeitet werden. Wurde dieses bis dato immer anhand von Leistungen und Erfolgen aufgehängt. Die Depression erschwert diesen Weg zusätzlich, will sie einem doch weis machen, dass man nutzlos, faul und entbehrlich ist. Und trotzdem – der Weg heraus führt nur über die Selbstliebe. Wer es schafft diese in einer Phase aufzubauen, in der kein Lob, keine Anerkennung, keine Leistung, nichts ist, der wird diese Selbstliebe nie mehr verlieren. Denn die Selbstliebe ist treu und verzeiht, dass sie bis dato achtlos liegen gelassen wurde. Für viele Depressive ist es auch wichtig, diesen Weg entgegen allen Widrigkeiten und Anfeindungen zu gehen. Denn wer diesen Weg in dieser schweren Zeit gehen konnte, wird ihn fortan konsequent fortsetzen. Wird mit Leichtigkeit, Freude, Bewusstheit und Zufriedenheit sein Leben mit der Selbstliebe genießen.

Wichtig ist, dass erkannt wird, dass die Bereitschaft für diesen Weg in einem Selbst vorhanden sein muss. Und die Selbstliebe ist die einzige Zutat, die die Depression abschwächt.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine immer wachsendere Selbstliebe, die der Depression keine Chance mehr lässt.

Eure

Manon García

 

p. s.

In meinem Ratgeber „Hochbegabt oder hochsensibel – Das Anderssein leben mit Selbstbewusstsein und Selbstliebe“ gehe ich auf den Teufelskreis ein und biete mit der Anleitung zum Selbstcoaching eine Möglichkeit aus diesem herauszutreten.

 

Feb 132013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Unerkannte Hochbegabte

Was genau sind Höchstleistungen und was Underachiever? Werden Höchstleistungen immer erkannt? Und was ist, wenn nicht? Was, wenn noch nicht mal die Hochbegabung bekannt ist? Was passiert mit diesen Menschen und was können diese tun, wenn sie von ihrer Hochbegabung wissen? Wie sollte der Blickwinkel geändert werden?

Ellen Winners Untersuchungsergebnisse

Ellen Winner geht in ihrem Buch auf die Mythen und Realitäten von Hochbegabung ein und untersuchte, was aus außergewöhnlichen Kindern wurde. Sie ging auf die Kinder ein, die gemeinhin als Genies tituliert wurden. Also Höchstleistungen in einem oder mehreren Bereichen erzielten und entsprechend gefördert wurden. Interessant fand ich ihre Ergebnisse, was aus den kleinen Genies wurde. Es gab eine Gruppe, die sich im Erwachsenenalter allen Leistungen entzog und bei jeglichem Anflug von Leistung, Druck oder Hektik diesem aus dem Wege ging. Manche waren nicht mal mehr in der Lage zu arbeiten. Sei es im Beruflichen oder Privaten.

Gefühlte Underachiever

Der Gruppe Höchstleister gehörte ich nicht an. Ich war kein Einser Kandidat. Weder in der Schule, noch beim Studium. Weder war ich Expertin, noch glänzte ich mit Allgemeinwissen. Nach meinem überraschenden Testergebnis „hochbegabt“ war ich nun auf der Suche nach einer Kategorie. Laut Definition gehörte ich nicht zu den Underachievern. Wollte ich doch lernen, war wissbegierig, neugierig. Aber ohne Leistungen keine Höchstleistung, also war ich kein Achiever. Deshalb zählte ich mich zu den gefühlten Underachievern.

Gesellschaftlich anerkannte Höchstleistungen

Was genau sind Höchstleistungen? Wir kennen alle die Genies, die in ihrer Windel das Diplom hochhalten. Es gibt Leistungen, die werden von der Gesellschaft anerkannt. Einem Fußballer jubelt ganz Deutschland zu, wenn er ein Tor erzielt. Ein rockiger Geiger füllt ganze Stadien und ist in den Medien ein gern gesehener Gast. Der Rechenweltmeister ist kaum jemanden bekannt. (Oder kennt jemand seinen Namen?*) Es gibt also Unterschiede, die Gesellschaft unterscheidet und teilt ein, was nun als „gut“, „wertvoll“ oder „Leistung“ gilt.

Unerkannte Höchstleistungen

Allerdings zeigen viele (unerkannte) Hochbegabte Höchstleistungen auf Gebieten, die von der Gesellschaft nicht erkannt werden.

Höchstleistungen erbringt, wer:

  • sich als hochbegabter Mensch an die normalbegabte Gesellschaft anpasst.
  • sich selbst ignoriert, um den Anforderung der Gesellschaft zu entsprechen.
  • durch ständige Unterforderung und Langeweile trotzdem jeden Tag um die Zugehörigkeit kämpft.
  • auf seine Wünsche verzichtet, um anderen zu gefallen oder, um nicht mehr ausgeschlossen zu werden.
  • seine Emotionen und Gefühle durch die der anderen ersetzt.
  • das Gefühl des Nicht-richtig-Seins jeden Tag aufs neue verdrängt und trotzdem versucht im Leben zurechtzukommen.
  • nicht als Mensch mit seinen Eigenarten und Eigenschaften akzeptiert wird.
  • dem gesellschaftlichen Druck des Anpassend jeden Tag ausgeliefert ist.

Gefühlte Underachiever sind Höchstleister

Die oben genannten Hochbegabten, fühlen sich oftmals als (gefühlte) Underachiever oder sie werden von außen dieser Kategorie zugeordnet. Dafür gehörten sie in die Kategorie Achiever. Sie erbringen Höchstleistungen, die nur weder gesehen noch akzeptiert werden. Ein gefühlter Underachiever, der die oben genannten Höchstleistungen unerkannt von der Gesellschaft leistet, fühlt sich oftmals falsch, anders, minderwertig, faul oder gar dumm. Er bekommt alles, nur keine Anerkennung für seine Leistung. Eher das Gegenteil ist der Fall. Denn da ein Hochbegabter nunmal anders ist, als ein Normalbegabter, lebt er täglich mit der Kritik sich nicht anzupassen oder quer zu schießen. Er wird kritisiert, gemobbt, ausgeschlossen, ignoriert, obwohl dieser alles aus sich heraus holt und verzweifelt, weil nicht mehr geht. Er lebt bereits am Limit.

Auswirkungen unerkannter Höchstleistung

Die Konsequenz kann sein, dass diese Menschen zusammenbrechen und krank werden. Denn sie verausgaben sich und verzweifeln an sich. Es ist nie genug und sie wissen nicht warum. Sie ordnen sich meist nicht der Hochbegabung zu, denn dann würden sie ja Leistungen bringen, die von der Gesellschaft gewürdigt würde. Diese Menschen verleugnen ihre Persönlichkeit, ihre Identität, um sich selbst eine Lebensberechtigung zu geben. Nicht selten wird erst durch eine Depression oder einem Burnout eine Hochbegabung entdeckt.

Anderer Blick zu sich

Gefühlten Underachievern fehlt es oftmals an Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, innerer Stärke und einer starken Persönlichkeit. Sie zweifeln und hadern, denn was können sie schon? Was haben sie erreicht? Womit könnten sie glänzen? Deshalb ist es wichtig den Blick auf die tatsächlichen Leistungen zu richten. Denn damit erstrahlen die Höchstleistungen und es kann stolz auf das bisherige Leben zurückgeblickt werden. Mit diesem geänderten Blick, verändert sich die Meinung über sich selbst. Sie beginnen, sich von Innen aufzubauen, zu stärken, zu lieben sowie wertzuschätzen.

Mit neuer Einstellung durchstarten

Als ich es schaffte meinen Blick zu wenden, ordnete ich mich nicht mehr den Underachievern, sondern den Achievern zu. Meine Leistung schätze ich mittlerweile richtig ein und blicke stolz auf sie zurück! Mit der Sicherheit, dass ich Großes leisten kann, gehe ich meinen Weg. Ein Weg, der für mich bestimmt ist und mir gefällt. Ich definiere, was Leistungen sind und starte durch. Wer noch?

Eure,

Manon García

 

Wer mehr über das Buch von Ellen Winner erfahren möchte, klicke auf folgendes Bild:

 


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