Dez 042013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Wer oder was ist Hochbegabung?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, viele streiten sich, ob der Definition, aber auch, wie „es“ gemessen werden soll und ob bei der standardisierten Intelligenzmessung nicht grundlegendes nicht gemessen wird. Da sich Forscher und Wissenschaftler diesbezüglich seit Jahrhunderten streiten, wäre eine andere Herangehensweise angemessen. Wie wäre es, wenn man sich vorstellt, Hochbegabung ist eine Person?

Gestatten? Hochbegabung

Eine Person, die man zu sich einlädt und dann schaut, ob man miteinander kann. Keiner versteht sich mit jedem, warum also mit der Hochbegabung? Genau! Gibt keinen. Die Hochbegabung klingelt an der Tür und man begibt sich in die Küche. Ins Wohnzimmer darf nur, wer über den ersten Check hinaus kam. Also die Küche. Dort sitzt man am Tisch und beäugt sich, dann die ersten Fragen übers Wetter und Anreise. Nach diesen Antworten wird deutlich, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt oder nicht. Ob man sich für das Gespräch bedankt, aber doch lieber getrennt durchs Leben geht oder ob man das Leben als Freunde Seit an Seit erlebt.

Small-talk wird zu Big-talk

Hochbegabung hat die Eigenschaft, dass sie schnell in die Tiefe geht. Als Beispiel die oben genannten Themen. Man einer stellt diese Fragen aus reiner Routine, weil die halt „immer“ gestellt werden. Es wird auch keine großartige Antwort erwartet, weshalb nach einer Atempause vom Wetter zur Anreise gesprungen werden soll. Aber genau in dieser Atempause entscheidet sich die erste Weichenstellung. Wird diese Atempause gefüllt mit Erklärungen, Hintergrundwissen, Prognosen mit Bezug auf die letzte Zeit, wird nicht nur der Atem knapp, nein, dann ist auch klar, ob diese Antwort gefällt oder nicht.

Besteht Hochbegabung den ersten Eindruck?

Sollte es in der Küche nicht mehr zum zweiten Thema „Anreise“ kommen, dafür aber zu verschiedenen sprunghaft angesteuerten Themen, die kreuz und quer, hoch und runter, schräg von hinten oder doch durch die Brust ins Auge, ist klar, der erste Eindruck ist positiv. Nun kann es also beim nächsten Treffen ins Wohnzimmer gehen. Dort sitzt es sich doch wesentlich gemütlicher und die Themensprünge lassen sich besser genießen.

Eure,

Manon García

Dez 012013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Das große Ganze versus Konzentration aufs Detail

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten etwas zu betrachten.

  • Von der Ferne mit dem Blick aufs große Ganze
  • Von der Nähe mit Konzentration auf das absolute Detail

Nun ist es so, dass bei der Konzentration des Details, die Sicht auf das große Ganze verloren geht. Ich möchte das am Beispiel eines Gesicht erläutern.

Beschreibung des Äußeres eines Menschen

Wenn ich von weitem schaue, sehe ich, wie er lächelt, ob er die Augenbraue hochzieht, ob seine Augen beim Lächeln mitlächeln usw. Gehe ich aber immer näher ran, sehe ich nicht mehr das ganze Gesicht, sondern als Beispiel eine Augenbraue. Da sehe ich auch noch, ob sie beispielsweise hochgezogen wird. Gehe ich noch näher ran, sehe ich nur noch ein Augenbrauenhaar, das mir seine Beschaffenheit offenbart, aber das mir nicht sagt, ob diese Augenbraue hochgezogen wird. Je näher ich dem Detail komme, umso mehr kann herausgefunden werden. Umso genauer kann das Element beschrieben werden. Es kann aber unter Umständen kein Zusammenhang festgestellt werden von dem Augenbrauenhaar und der Augenbraue oder dem Gesicht. Und ein Augenbraunhaar bildet zwar die Augenbraue, aber wenn ein Haar fehlt, ändert sich nichts am Gesamtbild.

Menschen mit dem variablen Blick

Menschen unterscheiden sich. Es gibt welche, die sich mit Euphorie und Freude auf das Detail stürzen. Dieses auseinandernehmen, um alle möglichen Fragestellungen zu beantworten. Sind diese Menschen in der Lage das große Ganze im Auge zu behalten und trotzdem sich alles von der Nähe anschauen können, nehmen sie auf verschiedenen Ebenen wahr. Sie können Informationen aus den unterschiedlichen Distanzen ansehen, analysieren, verbinden, hinterfragen und Zusammenhänge entdecken. Die Möglichkeit der beiden Sichtweisen erweitert den Horizont und führt oftmals zu neuen Erkenntnissen oder Fragestellungen.

Menschen mit dem Blick aufs große Ganze

Ebenso gibt es nun Menschen, die sich die Dinge von weitem anschauen. Sie verschaffen sich einen Eindruck, können diesen einordnen und sind zufrieden. Menschen, die sich wohlfühlen, wenn sie das große Ganze im Blick behalten, sich also bei der Beschreibung des Menschen lieber von weitem anschauen und beschreiben. Es fehlt ihnen an nichts und sie kommen mit dieser Art zu sehen sehr gut durchs Leben.

Kommunikation unterschiedlicher Menschen

In einer Kommunikation kann es sein, dass diese Menschen mit ihren jeweiligen Sichtweisen gemeinsam auf ein und dasselbe Ding schauen. Der eine sieht es und ist zufrieden, der andere sieht es, findet es interessant und möchte nun näher heran. Eine Kommunikation bringt ja erst dann richtig Spaß, wenn sich ausgetauscht wird, was zur Folge hat, dass sich der Mensch, der näher ran möchte, dieses mit seinem Gesprächspartner tun möchte. Es gibt jetzt also zwei Wünsche, den des Menschen, der genug gesehen hat und, den des Menschen, der zusätzlich zur jetzigen Sichtweise näher heran möchte.

Änderung der Perspektive

Wird von dem Menschen, dem eine Sicht von der Ferne reicht, erwartet, er mögen die Sichtweise oder Perspektive ändern, kann es sein, dass dieser den Überblick verliert, wenn eine bestimmte Distanz unterschritten wird. Was zur Folge hat, dass dieser Mensch nicht mehr weiß, was er sieht, dieses nicht einordnen kann und auch den Sinn in dieser Aktion nicht sieht. Sah er doch vorher einwandfrei. Dieses soll aufgegeben werden für eine Sichtweise, die er nicht versteht und nicht einordnen kann. Das ist, als geht man mit den Augen zu nah an den Fernseher. Dann wird zwar noch gesehen, aber es ist unscharf, ein zu kleiner Ausschnitt und es macht Kopfschmerzen oder schwindlig. Diese Menschen können der Kommunikation nicht mehr folgen. Denn sie brauchen eine gewisse Distanz, um das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Bei der Unterschreitung dieser Distanz ist es für sie nicht mehr möglich, beides wahrzunehmen. Sie können entweder Ferne oder Nähe.

Kommunikation steht vorm Konflikt

Die Kommunikation birgt Konflikte, wenn sich die beiden Menschen ihrer Art Wahrzunehmen nicht bewusst sind. Der Mensch, der die Fern und Nähe kann und durch beide Perspektiven erst seinem Hunger nach Informationen deckt sowie dadurch erst hinterfragen und entdecken kann, möchte sich auf dieser sehr inspirierenden Ebene unterhalten. Da ihm diese Art der Wahrnehmung üblich erscheint, für ihn einen Lustgewinn darstellt, er keine Anstrengungen unternehmen muss, um beides gleichzeitig wahrzunehmen, ist es ihm unter Umständen nicht möglich zu verstehen, dass es Menschen gibt, die diese Art der Wahrnehmung nicht durchführen können. Oder die sogar durch den fehlenden Überblick bei zu viel Nähe unsicher und ängstlich werden. Ist es doch eine Freude Dinge von unterschiedlichen Entfernungen zu betrachten. Aber dieser Freude steht dann Hilflosigkeit und Ängstlichkeit gegenüber.

Bewussstmachung verschiedener Betrachtungsweisen

Ist diese Situation nicht bewusst, versucht der auf verschiedenen Distanzen Sehende dem anderen den Zugang zu dieser Art zu sehen oder wahrzunehmen zu ermöglichen, indem er beschreibt, erklärt und motiviert. Dass diese Art der „Unterstützung“ beim Gegenüber zusätzlich Panik und Abschreckung verursacht, wird u. U. nicht verstanden oder nicht bemerkt. Die Folge ist nicht selten ein Konflikt, der in Sätzen mündet wie „muss du immer allem auf dem Grund gehen?“, „kannst du die Dinge nicht einfach mal so stehen lassen?“, „du denkst zuviel“. Was aus Sicht des Menschen auch verständlich sind, der diesen Zugang auf verschiedenen Distanzen nicht benötigt, um zufrieden zu sein. Diese Person sieht und versteht bei einer gewissen Distanz. Alles andere macht ihm Angst oder verunsichert diesen. Warum sollte diese Person also etwas ändern?

Verhaltensweisen nachvollziehbar und verständlich

Beide Verhaltensweisen sind also aus ihrer Sicht nachvollziehbar und verständlich, nur kommen diese beiden Menschen nicht zueinander, wenn sie nicht erfahren, dass es diese beiden Sichtweisen gibt. Hier hilft ein Verständnis für das Gegenüber, ein Respekt für die jeweils unterschiedliche Herangehensweise und die Gelassenheit die verschiedene Wahrnehmung nicht zu bewerten, sondern hinzunehmen, als das was sie ist. Eine unterschiedliche Wahrnehmung und ein unterschiedlicher Weg des Lernens und Erfahrens. Jeder Mensch auf seine Art und Weise. Keine ist schlechter oder besser, sondern lediglich anders und für beide Seiten notwendig. In diesem Sinne wünsche ich eine entspannte und besinnliche Zeit.

Eure,

Manon García

Sep 122012
 

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Es gibt wieder eine Umfrage, die ich bei facebook startete.

Der Link zur Umfrage: http://www.facebook.com/hochbegabung.erwachsene

Es gibt wieder verschiedene Antwortmöglichkeiten und ich werde auch diese Frage später auflösen.

Die Kommentare sind interessant zu lesen.

Ich würde mich freuen, wenn noch einige abstimmen und kommentieren.

Wir sehen uns! 🙂

Sep 082012
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Ab sofort kann der Ratgeber auch wieder direkt bei Manon García bestellt werden. Mit entsprechendem Wunsch signiert die Autorin persönlich.

Weitere Informationen zur Buchbestellung bei der Autorin unter Buchkauf.

Aug 272012
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Mensa in Deutschland e. V.

veranstaltet am Tag der Intelligenz 2012, den 29. September, eine Tagung zur Begabtenförderung im Rheinland, die unter der Schirmherrschaft des Kölner Oberbürgermeisters im Hörsaalgebäude der Universität zu Köln stattfindet.

Zwei parallele Vortragsreihen

Das Programm sieht zwei parallele Vortragsreihen vor: In der Vortragsreihe „Begabtenförderung im Rheinland“ werden die Angebote der regionalen Begabtenförderung vorgestellt. Im Foyer des Hörsaalgebäudes finden Sie zudem Infostände der regionalen Institutionen zur Begabtenförderung, die über Fördermöglichkeiten und andere Angebote informieren und beraten. In der Vortragsreihe „Intelligenz, Begabung und Kreativität“ werden spannende Ergebnisse der Forschung über Intelligenz, Begabung und Kreativität und die Tücken des Alltags für intelligente Menschen vorgetragen.

Hochbegabung bei Erwachsenen. Sind Sie noch Katze oder schon Hund?

In der Vortragsreihe „Intelligenz, Begabung und Kreativität“ referiert Manon Garcia zum Thema „Hochbegabung bei Erwachsenen – Sind Sie noch Katze oder schon Hund?“.

Manon Garcia | Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen, Autorin, Coach

Vorurteile und Mythen über Hochbegabung halten sich zäh. Aber was ist, wenn man „plötzlich“ selber zu dieser besondern Spezies gehört – aber diesen Vorstellungen nicht entspricht? Was ist, wenn es nicht sein kann und sein darf, dass man selbst hochbegabt ist? Wie lerne ich, Hochbegabung zu leben, wenn ich als normal begabt aufwuchs? Wie gehe ich mit diesem (neuen) Wissen um?

Hochbegabung bei Erwachsenen heißt: mehr Fragen als Antworten, mehr Unsicherheit als Zuversicht, mehr Qual als Glück. Manon García motiviert, die eigene Hochbegabung zu leben.

17:00 – 17:50 Uhr

 

Garcia, Manon

Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen, Autorin, Coach

Manon García war längst erwachsen, als ein Test ihre Hochbegabung bestätigte. Endlich hatte Ihr Anderssein und Andersfühlen einen Namen. Endlich konnte sie sich die vielen Ungereimtheiten in ihrem Leben erklären. Die Erleichterung war groß. Doch das Wissen, 37 Jahre unerkannt als Hochbegabte gelebt zu haben, war auch ein Schock: so viele verpasste Chancen, so viel ungenutztes Potenzial. Es flossen Tränen, und die Gefühle fuhren Achterbahn. Doch dann entdeckte Manon García, dass es viele Menschen gibt, denen es genau so geht wie ihr, die gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie sie. Sie krempelte ihr Leben um – und sie lernte, Hochbegabung zu leben. Dieses Wissen gibt sie weiter: als Autorin und als Coach. Damit auch andere das Glück erleben.

Hochbegabung bei Erwachsenen. Sind Sie noch Katze oder schon Hund? (17:00, 50 Minuten)

http://autorin.manongarcia.de
http://coaching.manongarcia.de
http://hochbegabung.manongarcia.de

 

Verleihung des IQ-Preises

Zwischen 11.00 und 11.30 Uhr wird der IQ-Preis 2011 von Mensa an den bekannten deutschen Philosophen und Publizisten Dr. Richard David Precht überreicht. Dr. Richard David Precht ist vor allem als Autor erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Themen bekannt geworden. Dr. Precht verbindet in seinem Werk „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ auf intelligente Weise die im evolutionären Erbe des Menschen begründete Moral mit den Problemen der menschlichen Gesellschaften. Der IQ-Preis wird von Mensa-Mitglied Dr. Dr. Gert Mittring überreicht. Im Anschluss an die IQ-Preisverleihung wird der neunfache Weltmeister sein Können bei einer besonders schweren Aufgabe im Kopfrechnen demonstrieren.

Rahmenprogramm

Die Highlights des Rahmenprogramms zur Veranstaltung: Cafeteria, Kinderwelt, Führungen durch den Barbarastollen (Schaubergwerk der Universität zu Köln), das Catan-Spiele-Mobil für jung und alt auf dem Albertus-Magnus-Platz, Nerd-Ecke mit Computer aus den 70er bis 90er Jahren, Verkauf von Literatur zu den Themen Intelligenz und Begabung und IQ-Tests.

Intelligenztest zum Sonderpreis

Wer schon immer mal seinen IQ wissen wollte: Auf der Tagung ist das schnell und preisgünstig möglich! Sie können an einem wissenschaftlich fundierten Intelligenztest zu einem einmaligen Sonderpreis teilnehmen, die Auswertung erfolgt von einem Diplom-Psychologen und das Testergebnis wird vertraulich per Post zugeschickt.

Weitere Informationen

Informationen vom Veranstalter finden Sie unter www.KOELN-DENKT-MIT.de! oder bei facebook unter https://www.xing.com/events/intelligenz-2012-1128353.

 

Informationen zum Vortrag von Manon García beim Tag der Intelligenz 2012 in Köln unter http://www.facebook.com/hochbegabung.erwachsene?ref=hl. Bei Facebook werden Aktualisierungen veröffentlicht, deshalb dort immer mal wieder vorbeischauen. 

Jun 262012
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Hochbegabung? Höchstleistungen?

Natürlich müssten erstmal Definitionen geschrieben werden, damit diese Frage detailliert beantwortet werden können. Aber im Grunde genommen soll diese Umfrage eine Umfrage der Gesellschaft werden und keine von Experten. Denn es gibt Forschungen, die sich mit diesem Thema befassten und ihre Schlüsse daraus zogen. Hier möchte ich herausfinden, wie der gesellschaftliche Tenor ist.

Manche können diese Frage nicht beantworten, wenn sie die Definitionen nicht exakt kennen. Aber es geht mir nicht um Definitionen wie sie die Wissenschaft festlegt. Im Grunde genommen hat doch ein jeder eine Meinung, wann jemand hochbegabt ist und auch, ob jemand Höchstleistungen erbringt. Und das ist hier gefragt.

Die Umfrage habe ich bei facebook gestartet und werde gleich den Link einfügen, da ich nicht weiß, wie ich hier eine Umfrage ähnlich einfach einfügen könnte.

Also der Link zur Seite „Hochbegabung bei Erwachsenen“ bei facebook, auf der die Umfrage gleich ganz oben erscheint.

Es würde mich freuen, wenn so viele wie möglich mitmachen. Diese und weitere Informationen möchte ich bei einem Vortrag verwenden, den ich im September 2012 beim Tag der Intelligenz in Köln vortragen möchte. Zu der Veranstaltung demnächst weitere Informationen, weil es ein sehr wichtiges Thema anspricht und in Zusammenarbeit mit der Uni Köln erfolgt.

Mrz 292012
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Hochbegabte Asperger werden von der Wirtschaft entdeckt

Mit untem stehenden Link gelangt ihr auf eine Reportage, die von Aspergern handelt, die mit ihren Stärken gezielt in der Wirtschaft, sprich im Bereich Informatik eingesetzt werden.

Mit ihren Stärken sind sie effektiver und produktiver und damit für den Arbeitgeber ein wichtiger Faktor. Zudem sind sie leistungsfähig und verlässlich, wenn bestimmte Strukturen eingehalten werden. Aber in dem Bericht wird deutlich, dass es jederzeit möglich ist.

Ein sehr informativer Bericht, der allen zu denken geben sollte. Denn was für Asperger gilt, gilt für alle Menschen. Also auch für Underachiever, Achiever, Hochbegabte, aber natürlich auch allen anderen Menschen. Jeden nach seinen Stärken einsetzen – es könnte so einfach sein.

Link zur Reportage von Pro 7

http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/288557-asperg…

Viel Spaß beim Schauen und anschließendem Nachdenken! 🙂

Jan 162012
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Hochbegabung und / oder Hochsensibel

Gehört zur Hochbegabung die Eigenschaft der Hochsensibilität dazu oder sind es zwei verschiedene Eigenschaften, die unabhängig voneinander sind?

Andrea Brackmann schreibt in ihrem Buch „hochbegabt und hochsensibel“, dass diese beiden Eigenschaften zusammengehören. Allerdings kennt jeder von uns hochbegabte Menschen, denen man das Label hochsensibel nicht unbedingt anheften möchte. Hinzu kommt, dass in der Literatur von 20% Hochsensiblen gesprochen wird. Bei den Hochbegabten kommt man auch bei gutem Willen nur auf 2.38% (dank Gauß’scher Glockenkurve). Das alleine passt schon nicht zusammen. Die nächste Frage ist, wie viele hochbegabte Menschen denn nun zu den hochsensiblen Menschen gezählt werden. Oder ist der Anteil der Hochsensiblen bei den Hochbegabten auch bei 20%?

Fehlende Forschungen und Ergebnisse

Die Wissenschaft nähert sich seit ein paar Jahrzehnten dem Thema Hochbegabung. Hochsensibilität ist dagegen noch gänzlich unerforscht. Entsprechend liegen kaum / keine Ergebnisse vor. Das Wissen darüber befindet sich in den Kinderschuhen.

Deshalb ist alles, was ich hier aufschreibe, meine persönliche Meinung, die ich nicht wissenschaftlich untermauern kann. Was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

„versteckte“ oder „unterdrückte“ Hochsensibilität

Aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit Betroffenen kann ich sagen, dass sich eine Hochsensibilität „verstecken“ kann oder anders: Hochsensibilität kann unterdrückt werden.

Es ist genauso wie bei der Hochbegabung. Auch diese muss gelebt werden. Der Umgang mit ihr, das Leben mit ihr, das Verständnis, alles muss erlernt werden. Hier hilft es natürlich, wenn im näheren Umfeld Erfahrungen mit diesem Thema vorliegen. Hochbegabung wird vorgelebt und Kinder schauen – wie bei allen anderen Themen – auf die Bezugspersonen. Wird eine Hochbegabung nicht gefördert und gefordert, wird ein hochbegabter Mensch unter Umständen nicht entdeckt, was dazu führen kann, dass dieser Mensch mit seiner Andersartigkeit täglich aneckt, sich zurückzieht oder sich selbst gar verleumdet.

Ich wusste von meiner Hochbegabung nichts bis zum Testergebnis. Im Gegenteil, ich ging davon aus, dass ich eher nicht hochbegabt bin. Zuviele Dinge konnte ich nicht, leichte Tätigkeiten verursachten mir im Vergleich mit anderen Schwierigkeiten und meine „Fähigkeiten“ konnte keiner Einordnung, wurde es doch nicht verstanden. Die Hochbegabung kam also aus dem Nichts zu mir und ließ sich nicht mehr abschütteln.

Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Hochbegabung, konnte ich mir vieles erklären, viele Fragen konnte ich beantworten, aber es kamen immer mehr Fragen hinzu. Besonders im Bereich der Wahrnehmen und des Fühlens. Im Bereich des Denkens fand ich Antworten und das Konstrukt wurde für mich schlüssig. Aber die Bereiche Wahrnehmen und Fühlen blieben mir ein Rätsel, welches ich nicht mit der Hochbegabung erklären konnte.

  • Woher kam die Fähigkeit Dinge zu spüren, die sonst keiner spürte?
  • Wieso konnte ich Gefühle von anderen Menschen spüren, aber nicht die eigenen?
  • Wie konnte es sein, dass ich meine Gefühle zusammen mit der Hochbegabung wegsperren konnte?
  • Woher kamen plötzlich Wahrnehmungen, die ich nicht kannte?

Hochsensibilität entwickelte sich

Mit der Erkenntnis, dass ich hochbegabt sei, fing ein neuer Lebensabschnitt an. Wie im Buch beschrieben fing eine Phase an, in der alles auf den Prüfstand kam. Alles wurde hinterfragt und ich versuchte herauszufinden, wer ich denn nun sei. Die Frage „Wer bin ich?“ sollte mich die ganzen Jahre begleiten und ich behaupte, dass ich es immer noch nicht endgültig sagen kann. Ich weiß mehr über mich, ich habe mich ein Stück weit kennengelernt, aber ich weiß immer noch nicht zu 100%, wer ich bin.

Auf dem Weg zu mir selbst, entdecke ich täglich neues an mir. Neue Gefühle, Emotionen, Wahrnehmungen, Interessen und Talente. Natürlich lerne ich auch immer mehr Schattenseiten, Ängste, Schmerzen, Verletzungen, Zweifel und Sorgen kennen. Das gehört zu einem Leben dazu. Dieser Mix macht ein Leben ja erst lebenswert.

Gefühl versus rationalem Denken

Der Weg beinhaltet auch, dass sich eine nicht gekannte Hochsensibilität äußerte. Im Grunde war ich früher immer stolz, dass ich rational mit Problemen umgehen konnte. War ich doch immer im Vorteil gegenüber anderen, die erst durch ein Tal der Gefühle gingen. Wenn andere sich aufmachten den Berg zu erklimmen, wartete ich bereits auf der Spitze und konnte neuen Taten entgegensehen. Probleme sachlich und rational, sprich ohne Gefühle oder  Gefühlsduseleien anzugehen, verschafft einen Vorsprung. Diesen hatte ich in der Vergangenheit für mich zu nutzen gelernt.

Auf der anderen Seite war es aber auch unvermeidlich, dass der rationale Kopf die Führung übernahm. Ich hatte niemals gelernt mit meinen Gefühlen oder meinen Emotionen umzugehen, sie zu benennen oder sie auszuhalten. Aus diesem Grunde wurden diese unterdrückt und stattdessen das rationale Denken forciert. Es gibt genügend Motivationstechniken, die jeden Menschen in bestimmten Situationen helfen. Diese zu 100% angewandt ergibt ein Leben ohne Gefühle, ohne Emotionen, sondern mit Zielen, Strukturen und Konstruktionen. Dazu gehört das Sich-ablenken, wenn die Ruhe nicht ausgehalten wird. Für einen Menschen, der an fast allem interessiert ist, den vieles fesselt, der gerne denkt und gerne knobelt, die einfachste Sache der Welt. Schwierig wird es, wenn dieses wieder rückgängig gemacht werden soll.

Gefühle zulassen, wahrnehmen und benennen

Auf meinem Weg stand ich vor der Herausforderung meine Gefühle wieder zuzulassen, diese wahrzunehmen, um sie benennen zu können. Je mehr ich diese zulassen konnte, je mehr ich mich mit ihnen auseinandersetzte, umso mutiger wurde weitere Gefühle, die sich äußerten.

Das Arbeiten an mir deckte langsam, aber sicher, die Hochsensibilität auf. Was anfangs nicht ausschließlich zu meiner Freude geschah. Denn nun musste ich lernen mit meinen Gefühlen umzugehen und zusätzlich, dass ich nicht so abgehärtet war, wie ich dachte. Denn die Sinne liefen mittlerweile auf Hochtouren und vermittelten mir immer Neues, was es galt einzuordnen.

Hochbegabt und hochsensibel

Hätte ich vor ein paar Jahren noch gesagt, dass ich nicht empfindlich oder sensibel sei, muss ich das heute revidieren. Früher galt für mich NICHT hochbegabt und NICHT hochsensibel und das änderte sich nun zu hochbegabt und hochsensibel.

Da ich bei mir und auch in Gesprächen mit vielen anderen Menschen dieses Phänomen feststellen konnte, sehe ich alle Menschen, die mir im ersten Moment unsensibel oder grob erscheinen in einem ganz anderen Licht. Wer weiß, ob dieser Mensch nicht auch einfach mit seinen Gefühlen und Wahrnehmungen nicht klarkommt und diese deshalb unterdrückt. Denn wer bestimmte Eigenschaften an sich unterdrückt, der entwickelt eine Abneigung gegen diese Dinge und gibt sich oftmals sehr aggressiv.

Nicht umsonst heißt es, dass ein Mensch nur dann sehr emotional reagiert, wenn es eine Schattenseite von diesem Menschen ist. Das bedeutet, dass der Mensch unerwünschte Eigenschaften besitzt, die er unterdrückt oder abspaltet. Also als Schutz vor sich selbst, werden andere Menschen (verbal) attackiert.

Fazit

Es gibt mehr hochsensible als hochbegabte Menschen, aber ich denke, dass viele Hochbegabte auch hochsensibel sind, auch wenn man es nicht immer erkennen kann. Gerade Menschen, die anders sind und sich anpassen oder funktionieren, um dazuzugehören, unterdrücken oder spalten gewisse Eigenschaften ab, sodass das äußere Erscheinungsbild täuschen kann.

 

Ich wünsche jedem, dass der eigene Weg gefunden wird.

Eure,

Manon García

 

Jan 122012
 
Hochbegabung bei Erwachsenen - Erkennen, Akzeptieren, Ausleben - Ratgeber für Hochbegabung von Manon Garcia

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Der Ratgeber „Hochbegabung bei Erwachsenen“ liegt seit dem 02.12.2012 in der 3. Auflage vor.

Es gibt noch Restexemplare der 2. Auflage zu einem Preis von 10 Euro (zzgl. Porto). Bei Interesse bitte eine Mail an blog@manongarcia.de mit dem Betreff: Restexemplar Bestellung 2. Auflage. Bitte gebt eure Adresse und die gewünschte Stückzahl an.

In Deutschland entstehen Portokosten in Höhe von 1.45 Euro. Für andere Länder bitte vorab die Portokosten erfragen.

 

Dez 262011
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Hochbegabung vorleben

Setzen sich Erwachsene mit ihrer eigenen Hochbegabung auseinander, kann die Entwicklung eines Kindes begleitet und unterstützt werden. Erwachsene verschweigen, verheimlichen oder wünschen sich Hochbegabung oft weg. In der Öffentlichkeit wird das Thema dagegen verstärkt thematisiert. Das kommt den Kindern und Jugendlichen von heute zugute. Ältere Hochbegabte dagegen lernten selten den Umgang mit der eigenen Hochbegabung, sollen aber als Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen etc. Kindern vorleben, wie ein Leben mit Hochbegabung gelingen kann.

Hochbegabte Kinder brauchen für ihre Entwicklung ein Umfeld, in dem die Hochbegabung gelebt werden kann. Viele Eltern, die wie ihre Kinder hochbegabt sind, wissen zum Teil bis heute nicht, um ihr eigene Hochbegabung. Wie können Sie Vorbilder sein?

Den Umgang mit der Hochbegabung übernehmen dann oft die Kindern. Deshalb ist es wichtig, dass sich Eltern mit ihrer eigenen Hochbegabung auseinandersetzen. Wer seine Entwicklung unter der Sichtweise der Hochbegabung betrachtet und analysiert, geht entspannter mit den Schwierigkeiten um. Wer Hochbegabung als Geschenk und Gabe sieht, kann diese leben.

Erwachsene Hochbegabte erfahren durch ihre Kinder von der eigenen Hochbegabung

Viele Eltern erfahren erst von diesem Thema, wenn ihre Kinder getestet wurden. Parallelen zur eigenen Kindheit, erlittene Schwierigkeiten und Probleme treten in den Vordergrund. Instinktiv werden diese vom Nachwuchs ferngehalten. Die Belange des Nachwuchses werden priorisiert und die eigene Hochbegabung ignoriert. Manche absolvieren einen Test, aber hinterfragen nicht, was es bedeutet, hochbegabt zu sein.

Eigene erlittene Verletzungen beeinflussen Gespräche

Eltern hochbegabter Kinder geraten häufig in Diskussionen zu diesem Thema, sei es in der Familie, im Kindergarten, in der Schule oder im Bekanntenkreis. Wer seine eigene Geschichte nicht versteht, kann sich nicht objektiv mit Erziehern, Lehrern, anderen Eltern, Bekannten und Entscheidungsträgern unterhalten. Oftmals spielt ein unbewusster Groll eine Rolle bei den aktuellen Diskussionen. Erlittene Verletzungen und Demütigungen in Bezug auf die auch selbst empfundene Andersartigkeit können dazu führen, dass aktuellen Diskussionen nicht sachlich bleiben.

Das eigene Verständnis für die Begabung hilft bei der Erziehung, bei der Kommunikation, beim Austausch, aber auch bei der Umsetzung geeigneter Lernstrategien für Kinder. Gemeinsam werden diese individuell angepasst, wenn bekannt ist, wie ein Gehirn im Allgemeinen und das hochbegabte Gehirn im Besonderen funktioniert.

Wer sich kennt und liebt ist ein gutes Vorbild

Ereignisse beeinflussen die Entwicklung. Wer diese und ihre Folgen kennt, kann auftretende Problematiken im Umgang mit Kindern auffangen. Aber es geht nicht nur um äußerliche Einflüsse, sondern auch um das Verstehen des eigenen Körpers. Die eigene Körpersprache wird bei Nichtverstehen gerne ignoriert und gerade bei intelligenten Menschen durch das rationale Denken ersetzt. Das funktioniert sehr gut, kann aber zu Folgeerscheinungen führen. Diese gilt es zu vermeiden.

Spät erkannte Hochbegabte erfahren den zweiten Frühling

Aber natürlich steht auch der Erwachsene selber im Fokus. Die Erkennung der eigenen Begabung kann Kräfte freisetzen und wie ein Brustlöser wirken. Nicht wenige, die spät von ihrer eigenen Hochbegabung erfahren, erfüllen sich nach der Erkennung alte Träume, verwirklichen sich selbst, finden eine innere Zufriedenheit und respektieren sich.

Das Wissen um die Hochbegabung erklärt die eigene Andersartigkeit und hilft beim Aufbau einer gesunden Eigenliebe. Wer unbewusste Baustellen schließt und sein Wohlbefinden steigert, wirkt positiv auf das Umfeld. Sich neue Ziele setzen, Herausforderungen annehmen, wirkt sich wiederum vorbildlich auf den Nachwuchs aus, der zum Nachahmen animiert wird.

Es gibt viele Gründe, die eigene Hochbegabung zu erkennen und zuzulassen – für hochbegabte Menschen oft der erste Schritt auf dem Weg zu einem erfüllten Leben.

Eure,

Manon García

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