Mrz 092016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Am Montag, den 29. Februar 2016 habe ich den ersten Teil zu diesem Thema veröffentlicht, der unter folgendem Link nachgelesen werden kann:

Der eigene Weg: Emotionen verstehen (1)

Darin ging es um den Blick zu sich. Dieser ist der Schwerste überhaupt, viele haben Angst davor und wehren sich mit Händen und Füßen. Wer es schafft, zu sich zu schauen, und vor allem, zu lernen, was sich Wertvolles in einem versteckt, der ist froh, wenn er weiß, wie er an sich arbeiten kann. Im ersten Teil ging es darum, wie wichtig es sein kann, seine Emotionen zu verstehen, weil sich dahinter vieles von einem Selbst versteckt, was endlich an die Oberfläche möchte.

Vernachlässigung unseres Körpers

In diesem zweiten Teil geht es darum, was uns die Körpersignale sagen möchten. Unser Körper ist in unserem Ansehen meist ganz unten angesiedelt. Viel wichtiger ist das Funktionieren oder das Anpassen. Mit großen Abstand folgt abgeschlagen unser Körper. Dabei kann ein Mensch nur dann zufrieden sein und in sich ruhen, wenn der Körper voll akzeptiert und geachtet wird.

Körpersignale richtig deuten

Unser Körper spricht mit uns, ist uns wohlgesonnen, auch, wenn er jahrelang oder jahrzehntelang vernachlässigt wurde. Jede Erkältung, jeder Kopf- oder Rückenschmerz, deutet auf einen seelischen Schmerz, den es zu verstehen gilt. Denn immerhin ist das nicht der Schmerz irgendeiner wildfremden Person, nein, es ist Ihr Schmerz. Es geht um Sie!

Es gibt einige Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen und die Ihnen bei der Deutung der verschiedenen Symptome helfen. Denn oftmals ist die Ursache nicht einfach enträtselt, sondern ist gut versteckt. Hier können Bücher, wie die von Rüdiger Dalhlke – Krankheit als Symbol*,  helfen. Dieses Lexikon gibt zum Beispiel Hinweise in welche Richtung geschaut werden kann, um sich und seinem Körper zu helfen. Denn die Krankheiten sind ein Schrei, ein Hilfeschrei, und wie schön wäre es, wenn Sie keine Krankheiten mehr bräuchten, um auf sich aufzupassen und für sich zu sorgen?

Sich selbst akzeptieren

Probieren Sie es aus, hinterfragen Sie, was sich hinter Ihren Krankheiten versteckt und befreien Sie das, was Sie bis dato immer verdrängten. Es will endlich dazugehören und nicht mehr verschwiegen werden. Glücklich kann nur sein, wer sich akzeptiert. Mit allem, was dazu gehört. Seien Sie mutig, es lohnt sich.

In den nächsten Beiträgen geht es darum, was Ihnen Ihre Träume verraten und wie Sie sich selbst der Coach sein können.

Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Eure,

Manon García

 

* Dieser Link führt zu Amazon und beherbergt einen Partnercode. Wenn also über diesen Link jemand etwas einkauft, erhalte ich ein paar Cent.

Mrz 042016
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Der Blick zu sich ist der schwerste

Wer mit sich unzufrieden ist und etwas ändern möchte, der sollte lernen den Blick zu sich zu wenden. Aber gerade das ist so verdammt schwierig und wird oftmals mit Händen und Füßen verhindert.

Wie oft höre ich, ich würde so gern was ändern, aber ich weiß nicht was oder wie. Wenn dann gesagt wird, man müsste zu sich schauen, heißt es, klar, aber da habe ich nichts gefunden. Oder, es wird alles entschuldigt und erklärt. Damit meinen sie, das Zu-sich-Schauen abgeschlossen zu haben. Beharrt man darauf, dass der andere zu sich schauen sollte, wird von Selbstgeißelung gesprochen oder blockiert. Oftmals mit dem Zusatz, wer mal zu sich schauen sollte oder wer richtige Probleme hätte.

Gegenangriff, als Verteidigung

Das Schwierigste an dem Weg zu sich ist die Angst vor sich selbst. Was wird entdeckt, wenn bei sich genauer geschaut wird? Außerdem wird meist alles als persönlicher Angriff gewertet. Die Reaktion ist häufig ein Gegenangriff. „Schau lieber erstmal zu dir, bevor du hier solche Andeutungen machst.“ Dabei wird vergessen, dass der Ursprung dieses Gespräches die eigene Unzufriedenheit war.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Es erfordert Mut und Kraft, sich seiner Angst zu stellen, mit offenen Augen das anzuschauen, was ein Leben lang bis dato verdrängt oder ausgeblendet wurde. Dabei ist das Ergebnis das Schönste, was einem passieren kann. Eine Selbstakzeptanz, die übergeht in Selbstliebe.

Was hilft auf dem Weg zu sich?

Folgende Punkte helfen:

  1. Reflektieren, wenn Sie sich erregen oder ereifern
  2. Alle körperlichen Symptome nachschlagen und die Erklärungen bearbeiten
  3. Träume merken und deuten
  4. Schriftlich mit sich kommunizieren, wenn es Gedankenkreisel gibt

Reflexion bei emotionaler Reaktion

Zum ersten Punkt. Emotionale Reaktionen nutzen, um herauszufinden, was von der Schmuddelecke abgeholt werden möchte. Schauen Sie, warum Sie sich über eine Aussage aufregen und was das mit Ihnen zu tun hat. Hierbei schauen Sie natürlich nicht (!) zu der Person, weshalb Sie sich aufregten, sondern zu sich. Geben sie nicht auf, nur weil nicht sofort ein Ergebnis auf dem Tisch liegt. Bleiben Sie dran, es lohnt sich!

Ihre Grenzen werden übergangen

Wenn sie sich beispielsweise aufregen, weil jemand ihre Grenzen nicht beachtete, dann schauen sie, wie sie der Person Einhalt gebieten können. Wie sie Ihre Grenzen höher oder stabiler bauen können. Seien sie froh über die Person, die ihre Grenzen übertrat. Denn nur so sehen Sie, woran es noch zu arbeiten gilt. Wenn jemand über ihre Grenzen hinweg ging, hatten Sie sie nicht deutlich genug aufgestellt. Natürlich kann man dann sauer auf den anderen sein, weil der die Grenze missachtete. Aber das ist der falsche Blick. Denn ihre Grenze konnten übertreten werden, weil Sie nicht in der Lage waren diese zu kommunizieren oder auf deren Einhaltung zu pochen. Kann es sein, dass sie ein Problem haben Ihre Grenzen zu benennen oder einzufordern? Sie deshalb diese nur halbherzig flüsterten? Oder mal einfordern und mal nicht? Kann es sein, dass die Grenze für andere gar nicht sichtbar war? Ist es also wirklich richtig, wenn Sie sich über die andere Person aufregen? Oder wäre es nicht angebrachter dieses Ereignis zu nutzen, um an sich zu arbeiten? Grenzen zu setzen und einzufordern? Ganz sicher sogar!

In den nächsten Beiträgen schreibe ich über die anderen Punkte. Bis dahin freue ich mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Eure,

Manon García

 

 

Dez 132014
 
Buchcover vom Ratgeber: Hochbegabt oder hochsensibel - Das Anderssein leben von Manon Garcia

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Hochbegabt oder hochsensibel – das Anderssein leben.

Es gibt einen neuen Titel. Während der Arbeit an meinem zweiten Ratgeber zeigte sich, dass der ehemals überlegte Titel zu klein wurde. Es zwickte und zwackte an allen Ecken, weshalb ich mir einen passenden Titel aussuchte. Dieser ist nun abgestimmt mit dem Inhalt. Bin gespannt, was ihr nach eurer Lektüre sagen werdet.

Veröffentlichung im März 2015

Vom Lektorat habe ich die Rückmeldung erhalten, dass dieses im Januar 2015 beendet wird. Anschließend brauche ich noch etwas Zeit, um es final zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Deshalb ist der März 2015 in meinen Augen ein sehr realistisches Ziel.

Leider bedeutet das, dass ihr meinen Ratgeber „Hochbegabt oder hochsensibel – das Anderssein leben“ nicht mehr vor Weihnachten unter den Gabentisch legen könnt und die Weihnachtszeit anderweitig verbringen müsst. Aber Ostern ist nah, legt meinen Ratgeber einfach ins Nest. Das hat doch auch was.

Die Veröffentlichung verschiebt sich, weil ich den Text noch mal komplett überarbeitete. Ich nahm einige Punkte auf und überarbeitete oder strich andere. Das Ergebnis überzeugt. Der Text, der Ratgeber und damit ihr seid eindeutig die Gewinner. Und so soll es sein.

Neues Buchcover

Mit dem neuen Titel wurde natürlich auch das Buchcover angepasst. Aber seht selbst.

Buchcover vom Ratgeber: Hochbegabt oder hochsensibel - Das Anderssein leben von Manon Garcia

Hochbegabt oder hochsensibel – Das Anderssein leben von Manon García

Ich wünsche euch eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit,

eure

Manon García

 

Mrz 112013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Depression durch unerkannte Hochbegabung

Viele Hochbegabte erfahren erst durch eine Depression von ihrer Hochbegabung. Es ist bekannt, dass eine fehlende Identität oder eine ständige Ablehnung und Ausgrenzung zu Depressionen führen kann. Aus diesem Grund untersuchen immer mehr Therapeuten, Psychologen und Neurologen, ob eine Hochbegabung vorliegt. Vielen Menschen ist nicht bewusst, was die Eigenschaften dieser Krankheit sind, wie es sich äußert oder äußern kann, dass es verschiedene Symptome und Verhaltensweisen gibt, weshalb vielen Depressiven Unverständnis und Ungläubigkeit entgegen springt.

Depression – gesellschaftlich anerkannt

In den letzten Jahren ist die Depression anerkannt, auch gesellschaftlich. Einige Prominente Bürger waren von Depressionen betroffen, was half diese Krankheit gesellschaftsfähig zu machen. Wird erfahren, dass jemand an Depressionen erkrankt ist, wird dieses bedauert. Hörte man doch so vieles negatives darüber. Aber im Grunde genommen weiß kaum einer, was eine Depression genau ist.

Wissen über Depression

Landläufig wird davon ausgegangen, dass jemand, der depressiv ist, im Bett liegt, antriebsarm ist und in so gut wie jeder Situation überfordert ist. So weit so gut. Aber in diesem Zustand gehen depressive Menschen selten aus dem Haus, außer zum Arzt oder Therapeuten. In dieser Zeit ist die heimische Höhle, das Bett, die Wohnung, das einzige, worin sich diese Menschen aufhalten mögen. Schon der Gedanke aus dem Haus gehen zu müssen, kann diese Menschen überfordern und sie innerlich zusammenbrechen lassen. Oder eine banale Frage: Gericht A oder B, kann diese für die nächsten Tage aus der Bahn werfen. Es sind die alltäglichen Arbeiten und Tätigkeiten, die überfordern. Das schlimmste an einer Depression ist wohl, dass die Menschen mitansehen müssen, wie sie mit Kleinigkeiten überfordert sind, über die sie früher noch nicht mal nachdachten. Da war es schon erledigt, bevor es ausgesprochen wurde. Weil zur Last der Depression die Scham über die Hilflosigkeit hinzukommt, steht der Wunsch nach einer einsamen Insel ohne Erwartungen, Druck, Stress bei vielen ganz oben auf der Liste.

Depressive in einer depressionsfreien Zeit

Es gibt Phasen, in denen sind depressive Menschen mit allem überfordert, da kommt dem Zähneputzen einem Marathon gleich. Aber es gibt natürlich auch die Phasen, in denen man sein Leben im Griff zu haben scheint. Vieles von dem, was vorher unmöglich schien, ist möglich. Die Freude und der Spaß sind zurück. Nicht wie früher ohne Depression, aber doch wesentlich besser, als in den Depressionsphasen. Unternehmungen sind wieder lohnenswert und die Aussicht nicht mehr alleine zu sein, macht glücklich. Mit der Depression wurden die gefühlten 100 kg abgelegt, die sonst auf dem Körper liegen und jede Bewegung unmöglich machen. Der Wunsch unter Menschen zu gehen ist groß.

Der Blick von außen auf einen depressiven Menschen

In einer depressionsfreien Zeit sehen Menschen von außen so aus, wie jeder andere. Sie gehen unter Menschen, sie lachen und haben Spaß. Sie bewegen sich, als gäbe es keine Krankheit. Und sie genießen diese Phase, um Kraft zu tanken für die nächste Depression. Sie nehmen alles mit, wissen sie doch nicht, wann sich das nächste Loch auftut. Außerdem hofft jeder depressive Mensch, dass die gute Phase die endgültige ist. Wird doch hart an sich gearbeitet und jede Hochphase kann das ersehnte Ziel sein. Der Außenstehende sieht also einen „gesunden“ Menschen und denkt, alles ist wieder gut. Sofort wird erwartet, dass das jetzt der anhaltende Zustand ist. Wird dieses von den depressionen Personen mit Vorsicht gesehen, kommen Sprüche, dass man nur positiv denken müsse, dann klappt das auch. Sprich: Depressive müssten nur positiv denken und schon wäre die Krankheit weg.

Unverständnis bei Rückfällen

In den Hochphasen werden natürlich Termine vereinbart und sich verabredet. Geht ja jeder Mensch davon aus, dass diese Phase endgültig ist. Auch der depressive Mensch. Allerdings rechnet der Depressive damit, dass es anders kommen kann, im Gegensatz zu Außenstehenden. Diese reagieren mit Unverständnis, fühlen sich persönlich angegriffen, wenn wieder eine Verabredung abgesagt wird. Es kann sogar zu verbalen Angriffen kommen, wenn unterstellt wird, dass die Absagen immer nur bei einem selber sind und nicht bei anderen. Zusätzlich zu der eigentlichen Krankheit kommen nun auch noch Vorwürfe, Unterstellungen und Unverständnis.

Schwierigkeit mit der Depression

Oftmals erkrankten gerade vitale, aktive, erfolgreiche oder selbstbewusste Menschen an einer Depression. Sprich, die Depression zwingt diese Menschen zum Nichtstun, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Erkennen der Hilflosigkeit. Dieser Mensch kann keine Kraft tanken, in dem er wie früher Leistung erbringt und dadurch Lob und Anerkennung bekommt. Nein, er muss ohne Anerkennung von außen auskommen und sich selbst eingestehen, dass er genau so ist, wie er nie sein wollte: hilflos, schwach, abhängig. Schwierig ist zudem, dass sich Depressive erst erlauben müssen, innezuhalten. Sie müssen sich erlauben nicht zu arbeiten. War das doch das normalste von der Welt und dafür lebten sie schließlich. Egal, ob sie krank waren oder überfordert. Egal, ob übermüdet oder nicht. Sie standen auf, weil sie zur Arbeit mussten, weil sie arbeiten mussten oder weil sie gebraucht wurden. Sie standen auf, weil sie etwas erreichen wollten. Nun gibt es keinen Grund mehr aufzustehen, denn sie können nicht mehr Arbeiten, nicht mehr leisten, sind nicht mehr erfolgreich und auch sonst nicht nützlich. In dieser Phase stellen diese Menschen fest, dass von den materiellen Dingen nicht viel übrig bleibt. Manchmal sogar gar nichts, weil die Abwärtsspirale zur sozialen Abhängigkeit sehr kurz sein kann. Sie müssen erkennen, dass ihre Aufopferung für nichts war.

Heilung durch Selbstliebe

Diese ehemals erfolgreichen Menschen blicken zurück und sehen, dass alles, wofür sie arbeiteten weg ist oder nicht mehr wichtig. Die scheinbare Anerkennung von außen bezog sich nie auf die eigene Person, sondern auf die Leistung, die erbracht wurde. Die Freundschaften reduzieren sich auf ein Minimum, wenn man Glück hat, ansonsten auf die Zahl Null. Die Menschen, die zu einem aufschauten, haben sich schon lange abgewandt und blicken nun zur nächsten Person auf, die erfolgreich ist. In dieser Zeit wird die fehlende Selbstliebe schmerzlich vermisst. Der Blick zu sich wurde durch das Streben nach Erfolg und Anerkennung ersetzt. Warum auf sich schauen, wenn etwas geleistet werden kann. Der Nachteil hierbei ist, dass Lob und Anerkennung vergänglich sind, die Selbstliebe aber, die steht immer zu einem. Denn sie verlässt einen nie! Vorausgesetzt, sie wurde aufgebaut und ist vorhanden.

Fehlende Selbstliebe in der Krise

Ein Mensch, der sich selbst nicht liebt und zu dem keine Anerkennung von außen bekommt, weil er durch die Krankheit nicht mehr funktioniert, kann einsamer nicht sein. Das einzige, was diesem Menschen jetzt und in Zukunft helfen wird, ist eine gesunde Selbstliebe. ABer wie soll diese aufgebaut werden, wenn noch nicht mal Erfolge durch Arbeit, Sport oder Hobby vorzuweisen sind? Der Mensch muss erkennen, dass er liebenswert ist auch ohne Leistung, ohne Erfolge, ohne Arbeit. Der Mensch an sich ist es wert geliebt zu werden. Aufgrund der Tatsache, dass es ihn gibt. Da ist es egal, welche Eigenschaften der Mensch hat. Jeder Mensch ist liebenswert, wertvoll und wichtig.

Selbstliebe als Wegweiser aus der Depression

Dieses zu erkennen, dass jeder Mensch, also auch man selbst, liebenswert, wertvoll und wichtig ist, muss sich hart erarbeitet werden. Wurde dieses bis dato immer anhand von Leistungen und Erfolgen aufgehängt. Die Depression erschwert diesen Weg zusätzlich, will sie einem doch weis machen, dass man nutzlos, faul und entbehrlich ist. Und trotzdem – der Weg heraus führt nur über die Selbstliebe. Wer es schafft diese in einer Phase aufzubauen, in der kein Lob, keine Anerkennung, keine Leistung, nichts ist, der wird diese Selbstliebe nie mehr verlieren. Denn die Selbstliebe ist treu und verzeiht, dass sie bis dato achtlos liegen gelassen wurde. Für viele Depressive ist es auch wichtig, diesen Weg entgegen allen Widrigkeiten und Anfeindungen zu gehen. Denn wer diesen Weg in dieser schweren Zeit gehen konnte, wird ihn fortan konsequent fortsetzen. Wird mit Leichtigkeit, Freude, Bewusstheit und Zufriedenheit sein Leben mit der Selbstliebe genießen.

Wichtig ist, dass erkannt wird, dass die Bereitschaft für diesen Weg in einem Selbst vorhanden sein muss. Und die Selbstliebe ist die einzige Zutat, die die Depression abschwächt.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine immer wachsendere Selbstliebe, die der Depression keine Chance mehr lässt.

Eure

Manon García

 

p. s.

In meinem Ratgeber „Hochbegabt oder hochsensibel – Das Anderssein leben mit Selbstbewusstsein und Selbstliebe“ gehe ich auf den Teufelskreis ein und biete mit der Anleitung zum Selbstcoaching eine Möglichkeit aus diesem herauszutreten.

 

Feb 132013
 
Manon Garcia - Autorin und Coach für Hochbegabung und Hochsensibilität. Ratgeber: "Hochbegabung bei Erwachsenen" und "Hochbegabung leben". Expertin für Hochbegabung.

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Unerkannte Hochbegabte

Was genau sind Höchstleistungen und was Underachiever? Werden Höchstleistungen immer erkannt? Und was ist, wenn nicht? Was, wenn noch nicht mal die Hochbegabung bekannt ist? Was passiert mit diesen Menschen und was können diese tun, wenn sie von ihrer Hochbegabung wissen? Wie sollte der Blickwinkel geändert werden?

Ellen Winners Untersuchungsergebnisse

Ellen Winner geht in ihrem Buch auf die Mythen und Realitäten von Hochbegabung ein und untersuchte, was aus außergewöhnlichen Kindern wurde. Sie ging auf die Kinder ein, die gemeinhin als Genies tituliert wurden. Also Höchstleistungen in einem oder mehreren Bereichen erzielten und entsprechend gefördert wurden. Interessant fand ich ihre Ergebnisse, was aus den kleinen Genies wurde. Es gab eine Gruppe, die sich im Erwachsenenalter allen Leistungen entzog und bei jeglichem Anflug von Leistung, Druck oder Hektik diesem aus dem Wege ging. Manche waren nicht mal mehr in der Lage zu arbeiten. Sei es im Beruflichen oder Privaten.

Gefühlte Underachiever

Der Gruppe Höchstleister gehörte ich nicht an. Ich war kein Einser Kandidat. Weder in der Schule, noch beim Studium. Weder war ich Expertin, noch glänzte ich mit Allgemeinwissen. Nach meinem überraschenden Testergebnis „hochbegabt“ war ich nun auf der Suche nach einer Kategorie. Laut Definition gehörte ich nicht zu den Underachievern. Wollte ich doch lernen, war wissbegierig, neugierig. Aber ohne Leistungen keine Höchstleistung, also war ich kein Achiever. Deshalb zählte ich mich zu den gefühlten Underachievern.

Gesellschaftlich anerkannte Höchstleistungen

Was genau sind Höchstleistungen? Wir kennen alle die Genies, die in ihrer Windel das Diplom hochhalten. Es gibt Leistungen, die werden von der Gesellschaft anerkannt. Einem Fußballer jubelt ganz Deutschland zu, wenn er ein Tor erzielt. Ein rockiger Geiger füllt ganze Stadien und ist in den Medien ein gern gesehener Gast. Der Rechenweltmeister ist kaum jemanden bekannt. (Oder kennt jemand seinen Namen?*) Es gibt also Unterschiede, die Gesellschaft unterscheidet und teilt ein, was nun als „gut“, „wertvoll“ oder „Leistung“ gilt.

Unerkannte Höchstleistungen

Allerdings zeigen viele (unerkannte) Hochbegabte Höchstleistungen auf Gebieten, die von der Gesellschaft nicht erkannt werden.

Höchstleistungen erbringt, wer:

  • sich als hochbegabter Mensch an die normalbegabte Gesellschaft anpasst.
  • sich selbst ignoriert, um den Anforderung der Gesellschaft zu entsprechen.
  • durch ständige Unterforderung und Langeweile trotzdem jeden Tag um die Zugehörigkeit kämpft.
  • auf seine Wünsche verzichtet, um anderen zu gefallen oder, um nicht mehr ausgeschlossen zu werden.
  • seine Emotionen und Gefühle durch die der anderen ersetzt.
  • das Gefühl des Nicht-richtig-Seins jeden Tag aufs neue verdrängt und trotzdem versucht im Leben zurechtzukommen.
  • nicht als Mensch mit seinen Eigenarten und Eigenschaften akzeptiert wird.
  • dem gesellschaftlichen Druck des Anpassend jeden Tag ausgeliefert ist.

Gefühlte Underachiever sind Höchstleister

Die oben genannten Hochbegabten, fühlen sich oftmals als (gefühlte) Underachiever oder sie werden von außen dieser Kategorie zugeordnet. Dafür gehörten sie in die Kategorie Achiever. Sie erbringen Höchstleistungen, die nur weder gesehen noch akzeptiert werden. Ein gefühlter Underachiever, der die oben genannten Höchstleistungen unerkannt von der Gesellschaft leistet, fühlt sich oftmals falsch, anders, minderwertig, faul oder gar dumm. Er bekommt alles, nur keine Anerkennung für seine Leistung. Eher das Gegenteil ist der Fall. Denn da ein Hochbegabter nunmal anders ist, als ein Normalbegabter, lebt er täglich mit der Kritik sich nicht anzupassen oder quer zu schießen. Er wird kritisiert, gemobbt, ausgeschlossen, ignoriert, obwohl dieser alles aus sich heraus holt und verzweifelt, weil nicht mehr geht. Er lebt bereits am Limit.

Auswirkungen unerkannter Höchstleistung

Die Konsequenz kann sein, dass diese Menschen zusammenbrechen und krank werden. Denn sie verausgaben sich und verzweifeln an sich. Es ist nie genug und sie wissen nicht warum. Sie ordnen sich meist nicht der Hochbegabung zu, denn dann würden sie ja Leistungen bringen, die von der Gesellschaft gewürdigt würde. Diese Menschen verleugnen ihre Persönlichkeit, ihre Identität, um sich selbst eine Lebensberechtigung zu geben. Nicht selten wird erst durch eine Depression oder einem Burnout eine Hochbegabung entdeckt.

Anderer Blick zu sich

Gefühlten Underachievern fehlt es oftmals an Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, innerer Stärke und einer starken Persönlichkeit. Sie zweifeln und hadern, denn was können sie schon? Was haben sie erreicht? Womit könnten sie glänzen? Deshalb ist es wichtig den Blick auf die tatsächlichen Leistungen zu richten. Denn damit erstrahlen die Höchstleistungen und es kann stolz auf das bisherige Leben zurückgeblickt werden. Mit diesem geänderten Blick, verändert sich die Meinung über sich selbst. Sie beginnen, sich von Innen aufzubauen, zu stärken, zu lieben sowie wertzuschätzen.

Mit neuer Einstellung durchstarten

Als ich es schaffte meinen Blick zu wenden, ordnete ich mich nicht mehr den Underachievern, sondern den Achievern zu. Meine Leistung schätze ich mittlerweile richtig ein und blicke stolz auf sie zurück! Mit der Sicherheit, dass ich Großes leisten kann, gehe ich meinen Weg. Ein Weg, der für mich bestimmt ist und mir gefällt. Ich definiere, was Leistungen sind und starte durch. Wer noch?

Eure,

Manon García

 

Wer mehr über das Buch von Ellen Winner erfahren möchte, klicke auf folgendes Bild:

 


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