Ratgeber: Gründe für die Änderung des Titels

Neue Titel beim Ratgeber als Herausforderung

Ich fragte mich, wie ich meine Leserinnen und Leser herausfordern kann. Aus dem Grund änderte ich den Titel. Aus „Sind sie noch Katze oder schon Hund? – Hochbegabung nach dem Testergebnis“ wurde „Sind Sie noch Katze oder schon Hund? – Hochbegabung bei Erwachsenen„. Aber das reichte noch nicht, denn die Intelligenz testete ich erneut, indem ich den Titel erneut änderte. Nun hieß es „Hochbegabung bei Erwachsenen – Sind Sie noch Katze oder schon Hund?„. Da das keine große Herausforderung für Hochbegabte darstellte, zumindest ist mir das so zu Ohren gekommen, ging ich in die Vollen. Nun testete ich auf sehr hohem Niveau und der Titel hieß nun „Hochbegabung bei Erwachsenen – Erkennen, Akzeptieren, Ausleben„.

Ja, so ist das nun und ich frage mich, ob ich die Intelligenz wenigstens eines Menschen damit kitzelte oder ob das für alles eher langweilig war und eher eine Unterforderung darstellte? Ich vermute leider, dass es eher das letztere ist. Aber natürlich war es nicht nur ein Test, sondern es lagen triftige Gründe vor.

Ein neuer Titel ein neuer Ratgeber

Na ja, dem kann ich nicht zustimmen. Zwar wurde mit jeder Auflage und mit jeder Überarbeitung auch immer etwas am Text, am Konzept, am Stil und auch an der Struktur geändert, aber wirklich neu ist der Ratgeber durch die Titeländerungen nicht. Dann wäre es auch keine neue Auflage, sondern ein neues Buch geworden. Festzuhalten ist, dass sich die Buchtitel änderten und es zeigt eine Entwicklung. Anfangs war der Titel noch provokant und er wurde zunehmend seriöser. Denn wenn ich eines lernte, dann dass Hochbegabte keine provokanten Titel benötigen, um ein Buch zu lesen.

Grund für den alten Titel „Sind Sie noch Katze oder schon Hund?“

Nun ist es so, dass Hochbegabte selten etwas einfach nur so machen. Auch bei dieser Titelwahl gab es natürlich einen Grund. Dieser entwickelte sich auf der Suche nach einem passenden Verlag. Diverse Gespräche und Schreiben mit Verlagen wurden geführt und es kristallisierte sich heraus, dass meine AnsprechpartnerInnen nicht verstanden, warum es für einen Hochbegabten schlimm sein kann, wenn er als Erwachsener erfährt, dass er hochbegabt sei. Durchweg kam die Aussage, „die sollen doch froh sein“ oder „Hochbegabte brauchen weder ein Sachbuch noch einen Ratgeber“.

Meine Erklärungen waren unterschiedlich lang, detailliert oder emotional, aber ich hatte das Gefühl, dass ich die Problematik nicht verdeutlichen konnte. Also griff ich zu einer plakativen Erklärung. Bei den nächsten Gesprächen antworte ich auf die Frage folgendermaßen: Stellen Sie sich vor, sie wären ein Hund und wachsen unter Katzen auf. Nun sagt ihnen jeder, sie wären eine Katze. Allerdings wundern sie sich, weil sie vieles nicht hinbekommen, was die Katzen können, aber sie können Dinge, die die Katzen nicht können und leider auch nicht gutheißen. Irgendwann erfahren sie, dass sie ein Hund sind und plötzlich wird ihnen klar, warum sie Probleme mit gewissen Aufgaben hatten, sie wussten, warum sie Eigenschaften besaßen, die sonst keiner besaß. Aus ihrem Frust schlecht, dumm oder blöd zu sein, wuchs eine Gewissheit anders zu sein.

Diese Erklärung leuchtete dann sofort ein und der Titel war geboren und damit die Katze-Hund-Vergleiche. Die Notwendigkeit eines Ratgebers für spät erkannte Hochbegabte wurde erkannt. Die Zielgruppe blieb natürlich klein, weshalb die Verlage leider trotzdem Abstand von der Umsetzung des Ratgebers nahmen.

Der Titel und die Katze-Hund-Vergleiche blieben in dem Ratgeber, hatte ich doch gute Erfahrungen gemacht. Allerdings polarisierte dieser Titel. Manche fanden ihn interessant, cool, geil oder spannend, andere aber fanden den Titel missverständlich, in die Irre führend, am Thema vorbei usw. Der Titel sollte aber nicht verwirren, im Gegenteil. Also verschwand der Titel“Sind Sie noch Katze oder schon Hund?“ sowie die Vergleiche im Buch immer mehr. In der 4. und aktuellen Auflage ist alles, was mit dem Vergleich Hund-Katze zu tun hatte, verschwunden. Aus dem Titel, Untertitel genauso wie aus dem Text.

Liebhaber des Hunde-Katzen-Vergleich aufgepasst

Es gibt einige, die den alten Titel vermissen, für die habe ich eine gute Nachricht. Es liegen mir noch ein paar Exemplare von der 3. Auflage vor. Diese können bei mir zum normalen Verkaufspreis von 18,80 € angefordert werden. Schreibt hierzu eine Nachricht oder hier einen Kommentar. Solange der Vorrat reicht sende ich diese Exemplare gern. Allerdings überlege ich noch, ob ich das letzte Exemplar im Preis anhebe und für 100 € oder so verkaufe. Immerhin ist es dann eine Rarität und könnte zu einem Liebhaberstück avancieren. 🙂

Aber in diesem Fall würde ich rechtzeitig Bescheid geben.

 

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